Hexendoktor

Ein Hexendoktor bezieht sich oft auf einen Heiler in unterentwickelten Regionen, der eher traditionelle und manchmal veraltete Methoden anwendet als moderne Medizin oder Wissenschaft.

Der Begriff Hexendoktor wird im Allgemeinen mit negativen Begriffen verwendet. Er wird oft verwendet, um anzudeuten, dass der Heiler wenig oder keine Erfahrung oder Fähigkeiten in der Medizin hat.

Im Oxford English Dictionary heißt es, dass die erste aufgezeichnete Verwendung dieses Begriffs 1718 in einem Buch von Francis Hutchinson zu finden ist.

Die Hexendoktoren in Afrika sind im südlichen Afrika als Sangomas bekannt. Im Oxford English Dictionary heißt es, dass der Begriff "Hexendoktor" erstmals 1836 in einem Buch von Robert Montgomery Martin (1803?-1868) in Bezug auf afrikanische Schamanen (d.h. Medizinmänner) verwendet wurde.

Die Rolle ist nur teilweise eine praktische. Sie ist auch eine spirituelle Rolle. Der so genannte Hexendoktor ist oft der Wächter über das Glaubenssystem und die Rituale des Stammes. Schlüsselzeremonien müssen richtig abgehalten werden, sonst kann das Leben der Gemeinschaft auseinander fallen, wie es vielerorts geschehen ist. Aggressives Handeln von Außenstehenden, die dem lokalen Glaubenssystem fremd sind, kann zum "Völkermord an den indigenen Völkern" führen.

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