Museum für zeitgenössische Kunst des 21. Jahrhunderts in Kanazawa, Japan

Entdecken Sie das Museum für zeitgenössische Kunst des 21. Jahrhunderts in Kanazawa: moderne Meisterwerke, interaktive Installationen und spannende Ausstellungen neben dem Kenroku-en.

Autor: Leandro Alegsa

Das Museum für zeitgenössische Kunst des 21. Jahrhunderts in Kanazawa (金沢21世紀美術館) ist ein Kunstmuseum im Zentrum von Honshū in Japan. Es befindet sich in Kanazawa in der Präfektur Ishikawa. Es befindet sich neben dem japanischen Garten Kenroku-en und in der Nähe des Kunstmuseums der Präfektur Ishikawa. Das Museum wurde im Oktober 2004 eröffnet.

Architektur und Anlage

Das markante Gebäude wurde von dem Architekturbüro SANAA (Kazuyo Sejima und Ryue Nishizawa) entworfen und zählt zu den meistbeachteten Museumsbauten der jüngeren Zeit. Die kreisförmige Grundform mit zahlreichen gleichberechtigten Eingängen, großflächigen Glasflächen und offenen Blickachsen schafft eine unmittelbare Verbindung zwischen Innen- und Außenraum und lädt zum Durchqueren und Entdecken ein. Teile des Gebäudes und der Umgebung sind als öffentlich zugängliche Bereiche konzipiert, wodurch das Museum stärker in den Stadtraum integriert ist als klassische geschlossene Museumstypologien.

Sammlungen und Ausstellungen

Das Museum widmet sich der Kunst der Gegenwart, mit Schwerpunkt auf Werken des 21. Jahrhunderts. Es zeigt eine Mischung aus Dauerausstellungen und wechselnden Präsentationen internationaler und japanischer Künstler. Zu den bekanntesten Arbeiten, die Besucher häufig suchen, gehört die Installation „The Swimming Pool“ des argentinischen Künstlers Leandro Erlich — ein Werk, das durch optische Täuschung und die Möglichkeit der direkten Begegnung besonders publikumswirksam ist.

Programme, Bildung und Vermittlung

Neben Ausstellungen bietet das Museum ein breites Programm an Vermittlungsangeboten: Führungen, Workshops für Kinder und Erwachsene, Vorträge, Symposien sowie spezielle Projekte für Schulen und lokale Gemeinschaften. Ziel ist es, Kunstvermittlung niedrigschwellig und interaktiv zu gestalten, damit verschiedene Zielgruppen Zugang zu zeitgenössischer Kunst finden.

Besuchsinformationen

  • Einige Bereiche des Museums und des Außenrings sind frei zugänglich; für die meisten Innenausstellungen ist ein Eintrittsticket erforderlich.
  • Die Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Sonderöffnungen (z. B. an Feiertagen) können variieren — es empfiehlt sich, vor dem Besuch die aktuellen Informationen auf der offiziellen Webseite oder direkt beim Museum einzuholen.
  • Das Museum ist zentral gelegen und gut mit Bus oder Taxi vom Bahnhof Kanazawa erreichbar; außerdem liegen bedeutende Sehenswürdigkeiten wie der Kenroku-en in unmittelbarer Nähe.
  • Das Haus bietet Einrichtungen wie ein Museumscafé, einen Museumsshop und barrierefreie Zugänge.

Bedeutung

Das Museum für zeitgenössische Kunst des 21. Jahrhunderts hat seit seiner Eröffnung maßgeblich zur kulturellen Aufwertung von Kanazawa beigetragen. Es fungiert als Plattform für internationale Austauschprojekte und stärkt die Sichtbarkeit regionaler und globaler Positionen der zeitgenössischen Kunstszene.

Für aktuelle Ausstellungen, Öffnungszeiten und spezielle Veranstaltungsangebote besuchen Sie bitte die offizielle Website des Museums oder kontaktieren Sie die Einrichtung direkt.

Sammlung

Das Museum verfügt über eine große Sammlung moderner Kunst. Kunst, die nach 1980 entstanden ist, ist ein wichtiger Teil der Sammlung.

Zu den Künstlern der Sammlung gehören

Francis Alys, Matthew Barney, Tony Cragg, Olafur Eliasson, Leandro Erlich, Isa Genzken, Kojima Hisaya, Gordon Matta Clark, Carsten Nicolai, Giuseppe Penone, Gerhard Richter, Murayama Ruriko, Hiraki Sawa, Atsuko Tanaka, James Turrell, Patrick Tuttofuoco, Anne Wilson und Suda Yoshihiro.

Installationen, Museum für zeitgenössische Kunst des 21. Jahrhunderts.Zoom
Installationen, Museum für zeitgenössische Kunst des 21. Jahrhunderts.

Kunst im Museum.Zoom
Kunst im Museum.

Gebäude

Kazuyo Sejima und Ryue Nishizawa vom Architekturbüro SANAA entwarfen das Gebäude. Sie gewannen den Pritzker-Architekturpreis 2010, unter anderem wegen ihrer Arbeit am Museum.

Das Gebäude ist ein Kreis mit einem Durchmesser von 112,5 Metern.



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