Abelardo Montalvo (1876 - 1950) war von Oktober 1933 bis August 1934 amtierender Präsident von Ecuador.

Montalvo erhielt einen Juris Doctor von der Universität von Quito. Montalvo war Mitglied der Radikalen Liberalen Partei Ecuadors, für die er Abgeordneter und später Senator der Provinz Pichincha wurde.

Montalvo wurde Präsident, als sein Vorgänger Juan de Dios Martínez Mera zum Präsidenten gewählt wurde, sah sich aber einem Kongress gegenüber, der nicht bereit war, sich mit ihm zu befassen. Der Kongress forderte Martínez Mera zweimal zum Rücktritt auf, was er jedoch ablehnte. Der Kongress zensierte daraufhin die von Martínez Mera gewählten Minister, darunter Abelardo Montalvo. Martínez wählte daraufhin einige neue Minister aus, die den Kongress ausmanövrieren sollten.

Die Abgeordnetenkammer beschuldigte daraufhin Martínez Mera, versucht zu haben, die Regierung zu stürzen und eine Diktatur einzuführen. Der Senat erhob daraufhin Anklage gegen Martínez und ernannte seinen Innenminister, Abelardo Montalvo, zum amtierenden Präsidenten. Montalvo blieb bis zur Wahl von José María Velasco Ibarra amtierender Präsident.