Boris Babacar Diaw-Riffiod, besser bekannt als Boris Diaw (geboren am 16. April 1982 in Cormeilles-en-Parisis, Frankreich), ist ein französischer Basketballspieler im Ruhestand, Funktionär und Unternehmer. Diaw begann seine Profikarriere in der französischen Pro A (Ligue Nationale de Basket) und wechselte 2003 in die National Basketball Association (NBA), wo er insgesamt 14 Saisons spielte, bevor er in die französische Liga zurückkehrte. Er wurde überwiegend als Power Forward eingesetzt, spielte aber dank seiner Vielseitigkeit häufig auch als Small Forward oder als sogenannter "Point-Forward", also als großer Aufbauspieler. 2006 wurde Diaw bei den Phoenix Suns zum Most Improved Player der NBA gewählt, 2014 gewann er mit den San Antonio Spurs die NBA-Meisterschaft. Heute ist er Präsident der Metropolitans 92.
Vereinskarriere
Diaw startete seine Karriere in der Jugend und später bei Élan Béarnais Pau-Orthez in der französischen Pro A, wo er sich als junger Talentspieler etablierte. Im NBA-Draft 2003 wurde er in der ersten Runde ausgewählt und spielte anschließend in der NBA für mehrere Teams. Seine Zeit bei den Phoenix Suns markierte den sportlichen Durchbruch, der ihm 2006 die Auszeichnung als Most Improved Player einbrachte. In den folgenden Jahren war Diaw ein wertvoller Allrounder bei weiteren NBA-Klubs und schließlich ein wichtiger Rollenspieler der San Antonio Spurs, mit denen er 2014 den Titel gewann. Nach vielen Jahren in Nordamerika kehrte er nach Frankreich zurück, um seine aktive Karriere in der heimischen Liga zu beenden und sich später in Führungsaufgaben zu engagieren.
Nationalmannschaft
Diaw war ein fester Bestandteil der französischen Basketball-Nationalmannschaft und trug als erfahrenes Führungsspieler mehrfach zu internationalen Erfolgen bei. Zu seinen wichtigsten Medaillen mit Frankreich zählen die Goldmedaille beim EuroBasket 2013, die Silbermedaille beim EuroBasket 2011 sowie Bronze-Medaillen bei EuroBasket 2005, der FIBA-Weltmeisterschaft 2014 und EuroBasket 2015. Für seine Leistungen wurde er 2005 in das All-EuroBasket-Team gewählt. Diaw galt in der Nationalmannschaft häufig als Führungspersönlichkeit und Spielmacher aus der Big-Man-Position.
Spielweise und Bedeutung
Boris Diaw zeichnete sich durch außergewöhnliche Vielseitigkeit aus: Er hatte die Fähigkeit, als großer Spieler zu passen, zu kreieren und das Tempo zu kontrollieren, was ihm den Ruf eines intelligenten, teamorientierten Spielers einbrachte. Seine Passqualität, sein Überblick und seine Verständnis für Raumaufteilung machten ihn zu einem begehrten "Facilitator" auf dem Feld. Gleichzeitig war er robust in der Verteidigung und zuverlässig beim Rebounding. Coaches schätzten an ihm vor allem seine Basketballintelligenz, Anpassungsfähigkeit und seine Bereitschaft, unterschiedliche Rollen zugunsten des Teams zu übernehmen.
Nach der aktiven Karriere
Nach dem Ende seiner Spielerkarriere übernahm Diaw administrative und repräsentative Aufgaben im Basketballbereich. Er ist Präsident der Metropolitans 92, engagiert sich für die Nachwuchsarbeit und fördert lokale sowie soziale Projekte rund um den Sport. Zudem wird er immer wieder als Experte und Botschafter des französischen Basketballs genannt. Sein Wechsel von der aktiven Rolle auf Management- und Förderaufgaben unterstreicht seinen langfristigen Einfluss auf den Basketball in Frankreich.
Vermächtnis: Boris Diaw gilt als einer der einflussreichsten französischen Basketballspieler seiner Generation. Durch seine Vielseitigkeit, seinen Teamgeist und seine Erfolge in NBA und Nationalmannschaft hat er das Bild des modernen europäischen Big-Man stark mitgeprägt und ist ein Vorbild für junge Spieler in Frankreich und Europa.