Paul Simon (geboren am 13. Oktober 1941) ist ein amerikanischer Musiker und Songwriter. Er ist jüdischer Abstammung und wurde als Mitglied von Simon and Garfunkel zusammen mit seinem Freund Art Garfunkel berühmt. Er schrieb viele der Lieder des Duos. Er wurde in Newark, New Jersey geboren und wuchs in New York auf. Anfang der 1970er Jahre gingen die beiden getrennte Wege, und seitdem ist Simon ein erfolgreicher Solokünstler geworden.
Frühe Jahre und Simon & Garfunkel
Seinen ersten Erfolg hatte Paul Simon bereits 1958, als er zusammen mit Art Garfunkel unter dem Pseudonym "Tom and Jerry" mit dem Song "Hey! Schoolgirl" in die US-Charts kletterte. In den 1960er Jahren formte sich das Duo erneut als Simon & Garfunkel und erzielte mehrere Welthits, darunter "The Sound of Silence", "Mrs. Robinson", "The Boxer" und "Bridge over Troubled Water" (dessen Komposition Simon stammt). Der weltweite Durchbruch machte das Duo zu einem der wichtigsten Vertreter des Folk-Rock.
Solo-Karriere
Nach der Trennung von Garfunkel startete Paul Simon Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre eine erfolgreiche Solokarriere. Zu seinen bekanntesten Solo-Singles zählen "50 Ways to Leave Your Lover", "Me and Julio Down by the Schoolyard", "Still Crazy After All These Years", "Late in the Evening", "Slip Slidin' Away" und "American Tune". Seinen Stil charakterisieren eingängige Melodien, sorgfältig ausgearbeitete Arrangements und textliche Präzision; er verbindet Folk, Pop und Rock mit Elementen aus anderen Musikkulturen.
Graceland und weltmusikalische Einflüsse
Besonders hervorzuheben ist das Album Graceland (1986), das Simon mit südafrikanischen Musikern und Produzenten aufnahm. Das Album war ein internationaler Erfolg und trug afrikanische Rhythmen in den Mainstream des Pop. Graceland gewann 1987 den Grammy für das Album des Jahres, brachte Kollaborationen mit Musikern wie Ladysmith Black Mambazo und löste zugleich Diskussionen aus, weil die Aufnahmen in der Zeit der Apartheid entstanden. Simon verteidigte seine Arbeit mit dem Hinweis auf die Zusammenarbeit mit südafrikanischen Künstlern und die Möglichkeit, deren Musik global sichtbar zu machen.
Spätere Arbeiten und Tourneen
Paul Simon veröffentlichte in den folgenden Jahrzehnten weiterhin Alben, unter anderem Paul Simon (1972), There Goes Rhymin' Simon (1973), Still Crazy After All These Years (1975), The Rhythm of the Saints (1990) sowie neuere Veröffentlichungen wie Surprise (2006), So Beautiful or So What (2011) und Stranger to Stranger (2016). Er tourte regelmäßig, kündigte aber in den späten 2010er Jahren auch Aktivitäten als Live-Künstler zu reduzieren.
Stil, Themen und Einfluss
Simons Musik zeichnet sich durch eine Mischung aus literarisch präzisen Texten, melodischer Erfindungskraft und Offenheit gegenüber musikalischen Einflüssen aus anderen Kulturen aus. Seine Lieder behandeln oft Themen wie Erinnerung, amerikanisches Leben, zwischenmenschliche Beziehungen und gesellschaftliche Beobachtungen. Er gilt als einer der einflussreichsten Songwriter des 20. und 21. Jahrhunderts und hat zahlreiche Musiker in verschiedenen Genres inspiriert.
Auszeichnungen und Ehrungen
Paul Simon erhielt im Laufe seiner Karriere zahlreiche Auszeichnungen: mehrere Grammy Awards, Ehrendoktorwürden (darunter von der Yale University und vom Berklee College of Music) sowie weitere öffentliche Ehrungen. Er wurde sowohl als Mitglied von Simon & Garfunkel als auch als Solokünstler in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Im Jahr 2006 nannte ihn Time eine der 100 Menschen, die unsere Welt gestalten.
Diskografie (Auswahl)
- Paul Simon (1972)
- There Goes Rhymin' Simon (1973)
- Still Crazy After All These Years (1975)
- Graceland (1986)
- The Rhythm of the Saints (1990)
- You're the One (2000)
- Surprise (2006)
- So Beautiful or So What (2011)
- Stranger to Stranger (2016)
Paul Simon bleibt eine zentrale Figur der populären Musik, bekannt für seine Songschreiberkunst, seine musikalische Neugier und seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Musikern aus aller Welt.