Quentin Tarantino – Leben, Filme & Oscars des Kultregisseurs

Quentin Tarantino: Das Leben, die Kultfilme (Pulp Fiction, Reservoir Dogs, Kill Bill), sein unverwechselbarer Stil und die Oscars – prägnante Biografie & Filmchronik.

Autor: Leandro Alegsa

Quentin Jerome Tarantino (geboren am 27. Mai 1963) ist ein amerikanischer Filmemacher. Er wurde in Knoxville, Tennessee, geboren. Tarantino ist ein unabhängiger Filmemacher. Er schrieb, führte Regie und spielte unter anderem in Pulp Fiction, Reservoir Dogs und Kill Bill. Seine Filme sind für Gewalt und Humor berühmt geworden. Er gewann 1994 den Oscar für das beste Originaldrehbuch für Pulp Fiction und 2012 für Django Unchained.

Frühes Leben und Werdegang

Quentin Tarantino wuchs überwiegend in Los Angeles auf. Schon in jungen Jahren entwickelte er eine große Leidenschaft für Filme aller Genres — von B-Movies und Exploitation-Filmen bis hin zu klassischen Hollywoodwerken. Er arbeitete lange in einem Videoladen, wo er Hunderte Filme sah, Gespräche mit Kundinnen und Kunden führte und sein Wissen über Filmgeschichte und -stile vertiefte. Diese Ausbildung „on the job“ prägte seinen späteren Stil als Filmemacher.

Karriere und wichtige Werke

Tarantino wurde Anfang der 1990er-Jahre bekannt. Sein Durchbruch gelang mit dem Debüt Reservoir Dogs (1992), gefolgt vom internationalen Erfolg Pulp Fiction (1994). Weitere bekannte Filme sind Jackie Brown (1997), die zweiteiligen Kill Bill-Teile (2003/2004), Death Proof (2007), Inglourious Basterds (2009), Django Unchained (2012), The Hateful Eight (2015) und Once Upon a Time in Hollywood (2019).

  • Reservoir Dogs (1992)
  • Pulp Fiction (1994) — internationaler Durchbruch; gewann u.a. die Goldene Palme von Cannes
  • Jackie Brown (1997)
  • Kill Bill: Vol. 1 (2003) und Vol. 2 (2004)
  • Death Proof (2007, Teil des Doppelprogramms „Grindhouse“)
  • Inglourious Basterds (2009)
  • Django Unchained (2012)
  • The Hateful Eight (2015)
  • Once Upon a Time in Hollywood (2019)

Stil, Einflüsse und Arbeitsweise

Tarantinos Filme zeichnen sich durch nonlineare Erzählweisen, lange, pointierte Dialoge, starke Pop‑ und Genre‑Referenzen sowie eine oft explizite Darstellung von Gewalt aus. Er bedient sich einer Mischung aus Hommage, Zitat und filmhistorischer Kenntnis — Einflüsse reichen von italienischem Genre-Kino über US‑B‑Movies bis zu Spaghetti‑Western, Martial‑Arts- und Blaxploitation-Filmen. Seine Soundtracks sind sorgfältig kuratiert und bilden oft eine zusätzliche Erzählebene.

Auszeichnungen

Tarantino erhielt zahlreiche Preise und Nominierungen. Zu den bedeutendsten zählen:

  • Academy Awards (Oscars): Gewinner des Oscars für das beste Originaldrehbuch für Pulp Fiction (Filmjahr 1994, Preisverleihung 1995) und für Django Unchained (Filmjahr 2012, Preisverleihung 2013).
  • Goldene Palme von Cannes für Pulp Fiction (1994).
  • Verschiedene Auszeichnungen bei Filmfestivals sowie Preise und Nominierungen bei BAFTA, Golden Globes und Filmkritikerverbänden.

Kontroversen

Tarantino polarisiert: Lob gibt es für seine erzählerische Kühnheit und sein filmisches Handwerk, Kritik richtet sich auf die explizite Gewalt in seinen Filmen und den Umgang mit bestimmten historischen Themen, wie etwa der Sprache und Darstellung von Rassismus in Django Unchained. Außerdem sorgten persönliche und berufliche Verbindungen zu Produzenten in der Filmbranche in der Vergangenheit für Diskussionen.

Privatleben und aktueller Stand

Privat ist Tarantino vergleichsweise zurückhaltend. 2018 heiratete er die israelische Sängerin und Schauspielerin Daniella Pick; das Paar hat ein gemeinsames Kind (Sohn, geboren 2020). In Interviews hat Tarantino wiederholt darüber gesprochen, nach einer bestimmten Anzahl von Filmen in den Ruhestand gehen zu wollen — oft ist von zehn Spielfilmen die Rede. Ob und wann er seine Arbeit als Regisseur endgültig beendet, ist öffentlich nicht abschließend geklärt.

Vermächtnis

Quentin Tarantino gilt als einer der einflussreichsten Regisseure seiner Generation. Seine Mischung aus Stilbewusstsein, Genre‑Spielereien und dialogstarken Szenen hat das moderne Kino nachhaltig geprägt und viele jüngere Regisseurinnen und Regisseure beeinflusst. Gleichzeitig bleiben seine Filme kontrovers und regen zu Debatten über Filmästhetik, Gewalt und historische Verantwortung an.

Quentin TarantinoZoom
Quentin Tarantino

Filme

  • Reservoir-Hunde (1992)
  • Pulp Fiction (1994)
  • Jackie Brown (1997)
  • Kill Bill, Band 1 & 2 (2003)
  • Todesschutz (2007)
  • Inglourious Basterds (2009)
  • Django ohne Ketten (2012)
  • Die hasserfülltenAcht (2015)
  • Es war einmal in Hollywood (2019)


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