Spanische Namensbräuche sind Traditionen für die Namensgebung von Kindern, wie sie in Spanien üblich sind.
Der Name einer Person besteht aus einem Vornamen (einfach oder zusammengesetzt), gefolgt von zwei Nachnamen. Historisch gesehen war der erste Familienname der erste Familienname des Vaters und der zweite der erste Familienname der Mutter.
In den letzten Jahren wird die Reihenfolge der Familiennamen in einer Familie bei der Registrierung des ersten Kindes festgelegt. Die traditionelle Reihenfolge ist jedoch immer noch weitgehend die Wahl. Häufig ist es üblich, meistens einen Vornamen und den ersten Nachnamen zu verwenden (z.B. "Miguel de Unamuno" für Miguel de Unamuno y Jugo). Der vollständige Name ist normalerweise für rechtliche, formale und dokumentarische Angelegenheiten reserviert.
Beide Nachnamen werden manchmal verwendet, wenn der erste Nachname sehr verbreitet ist (z.B. Federico García Lorca, Pablo Ruiz Picasso oder José Luis Rodríguez Zapatero), um einen individuelleren Namen zu erhalten. In diesen Fällen ist es sogar üblich, nur den zweiten Familiennamen zu verwenden, wie z.B. "Lorca", "Picasso" oder "Zapatero". Dies hat keinen Einfluss auf die Alphabetisierung: "Lorca", der spanische Dichter, muss in einem Index unter "García Lorca" und nicht unter "Lorca" alphabetisiert werden.