Wird der Erfolg den Steinjäger verderben? (Originaltitel: Will Success Spoil Rock Hunter?) ist eine satirische Filmkomödie aus dem Jahr 1957. Regisseur, Produzent und Drehbuchautor war Frank Tashlin. Der Film kommentiert auf zugespitzte, oft karikierende Weise das amerikanische Showbusiness und die Werbewirtschaft der 1950er Jahre. Er ist bekannt für seine überzeichneten Charaktere, seinen schnellen, cartoonhaften Schnittstil und die Darstellung von Fernseh- und Werbeeinflüssen auf den Ruhm.
Kurzinhalt
Im Mittelpunkt steht ein erfolgshungriger Drehbuchautor, der mit einem Künstleragenten und einer glamourösen Filmschauspielerin verstrickt ist. Die Handlung beschleunigt sich durch Verwechslungen, mediale Inszenierung und eine dauernd präsente Werbeästhetik. Der Film nutzt Satire, um die Mechanismen des Ruhms, die Manipulation der Öffentlichkeit und die Oberflächlichkeit des Showgeschäfts zu beleuchten.
Besetzung und Figuren
- Jayne Mansfield als glamouröse Filmschauspielerin, deren Rolle die Starruhmeswahn und öffentliche Inszenierung persifliert.
- Tony Randall in der Rolle des ehrgeizigen Mannes, dessen Beruf und Streben im Zentrum der Komödie stehen.
- Mickey Hargitay in einer Nebenrolle, die physische Präsenz und Figurendynamik beisteuert.
- Groucho Marx hat einen kurzen, markanten Cameo-Auftritt, der der Komödie zusätzliche Brechung verleiht.
Produktion und Quellen
Frank Tashlin arbeitete beim Drehbuch zwar mit dem Titel und der Figur der Rita Marlowe aus dem Broadway-Stück von George Axelrod, entwickelte die Handlung jedoch eigenständig weiter und veränderte Ton und Ausrichtung deutlich. Tashlins Hintergrund in der Animations- und Werbewelt prägt die filmische Sprache: schnelle Schnitte, überzeichneter Humor und visuelle Gags, die an Comic- und Zeichentrickästhetik erinnern.
Rezeption und Auszeichnungen
Bei seinem Erscheinen war der Film ein kommerzieller Erfolg und trug zur Popularität seiner Hauptdarstellerin bei. Kritiker lobten häufig die ironische Sicht auf Fernsehen und Werbung, manche bemängelten jedoch die Überzeichnung mancher Stereotype. Für seine Darstellung erhielt Tony Randall eine Nominierung für den Golden Globe als bester Schauspieler in der Kategorie Musical/Komödie. Das Drehbuch von Frank Tashlin wurde außerdem für einen Preis der Writers Guild of America nominiert.
Langfristige Bedeutung
Der Film gilt heute als Beispiel einer spitzfindigen Hollywood-Satire der 1950er Jahre und zeigt frühe filmische Reflexionen über Ruhm und Massenmedien. 2000 wurde er von der Library of Congress in das National Film Registry aufgenommen und damit als „kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutsam“ für die Erhaltung empfohlen. Diese Anerkennung festigt seinen Status als bedeutendes Zeugnis der Beziehung zwischen Film, Fernsehen und Werbung in der Nachkriegszeit.
Wichtige Fakten und Unterschiede zur Vorlage
- Der Film benutzt nur wenige Elemente des Broadway-Stücks außer dem Titel und der Figur Rita Marlowe; die Handlung und Tonalität wurden von Tashlin stark umgearbeitet.
- Der Stil des Films verbindet Screwball-Elemente mit satirischer Kritik an Konsumkultur und Medieninszenierung.
- Groucho Marx' Cameo und Mansfields star persona trugen erheblich zum öffentlichen Interesse bei.
Insgesamt bleibt "Wird der Erfolg den Steinjäger verderben?" ein markantes Beispiel für die Selbstreflexion Hollywoods in den 1950er Jahren, das wegen seines visuellen Stils, seiner satirischen Zielrichtung und seiner historischen Einordnung weiterhin Beachtung findet. Weitere Informationen zu Darstellern, Produktion und Nachwirkung sind über zeitgenössische Rezensionen und Filmarchive zugänglich, etwa in spezialisierten Sammlungen und Datenbanken.
Siehe auch: Informationen zu Cameo-Auftritten und weiterführende Materialien über die Broadway-Vorlage: George Axelrods Stück.