Die Chinchorro-Mumien sind mumifizierte Überreste von Menschen aus der südamerikanischen Chinchorro-Kultur, die im heutigen Nordchile und im Süden Perus gefunden wurden. Sie sind die ältesten Beispiele für künstlich mumifizierte menschliche Überreste. Die ältesten sind 7.000 Jahre alt. Die Mumien wurden noch bis etwa 1800 v. Chr. hergestellt.
Sie wurden erstmals 1914 von dem Andenarchäologen Max Uhle untersucht. Heute sind über 280 Mumien gefunden worden. Etwa 120 von ihnen werden im Museum der Universität von Tarapaca aufbewahrt. Vor kurzem sahen Wissenschaftler, dass einige der Mumien schmelzen. Das liegt daran, dass die durch den Klimawandel erhöhte Luftfeuchtigkeit Mikroben die Haut angreifen lässt.
Schalenhügel und Knochenchemie deuten darauf hin, dass 90% der Ernährung dieser Menschen aus Meeresfrüchten bestand.