Das Herzogtum Parma entstand 1545 aus jenem Teil des Herzogtums Mailand südlich des Po, der 1512 vom Kirchenstaat erobert worden war. Diese Gebiete, deren Zentrum die Stadt Parma war, wurden dem unehelichen Sohn von Papst Paul III., Pier Luigi Farnese, als Lehen gegeben. Der Staat wurde ursprünglich von der Familie Farnese regiert, bevor er schließlich durch Erbschaft an das Haus der Bourbonen fiel. Nach der Gründung des Staates Italien im Jahr 1859 wurde das Herzogtum abgeschafft. Bis 1806 war es auch ein Staat des Heiligen Römischen Reiches und hatte verschiedene Verbindungen zu seinem Nachbarn, dem Großherzogtum Toskana.