Élie Ducommun (19. Februar 1833 - 7. Dezember 1906) war ein Schweizer Friedensaktivist. Er erhielt 1902 den Friedensnobelpreis, den er mit Charles Albert Gobat teilte.
Ducommun wurde am 19. Dezember 1833 in Genf, Schweiz, geboren. Ducommun arbeitete als Tutor, Sprachlehrer, Journalist und Übersetzer für die Schweizerische Bundeskanzlei (1869-1873).
1867 half er bei der Gründung der Ligue de la paix et de la liberté (Liga für Frieden und Freiheit), arbeitete aber weiterhin in anderen Positionen, unter anderem als Sekretär der Jura-Simplon Steel Company von 1873 bis 1891. Im selben Jahr wurde er zum Direktor des neu gegründeten Bureau international de la paix (Internationales Friedensbüro) ernannt, der ersten nichtstaatlichen internationalen Friedensorganisation mit Sitz in Bern. Er lehnte es ab, ein Gehalt für diese Position zu akzeptieren, mit der Begründung, dass er allein aus Idealismus in dieser Funktion dienen wolle.
Sein ausgeprägtes Organisationstalent sicherte den Erfolg der Gruppe. Er wurde 1902 zusammen mit Charles Albert Gobart mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Er diente bis zu seinem Tod als Direktor der Organisation.
Ducommun starb am 7. Dezember 1906 in Bern, Schweiz, im Alter von 73 Jahren aus unbekannter Ursache.

