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Hekatoncheiren – die Hunderthändigen der griechischen Mythologie

Die Hekatoncheiren sind drei riesenhafte Urwesen (Kottos, Briareos, Gyges) mit hundert Armen; sie stammen von Gaia und Ouranos und spielten eine Schlüsselrolle im Kampf gegen die Titanen.

Überblick
Die Bezeichnung Hekatonkheires bedeutet wörtlich „Hunderthändige“ und bezeichnet in der griechischen Mythologie eine besondere Gruppe riesenhafter Wesen. Sie gelten als Nachkommen von Ouranos und Gaia und tragen die Eigennamen Kottos, Briareos und Gyges. Diese Figuren treten in den Erzählungen als gewaltige, oft kaum menschlich beschriebene Geschöpfe auf, die durch ihre Vielzahl an Armen und ihre schiere Kraft auffallen.

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Merkmale und Erscheinung

Charakteristisch für die Hekatoncheiren ist die Angabe, dass jeder von ihnen hundert Arme besitzt, meist ausdrücklich als fünfzig an jeder Körperseite beschrieben. Neben den Armen werden ihnen in Texten auch grenzenlose Stärke und manchmal viele Köpfe zugeschrieben; die genaue Darstellung schwankt zwischen verschiedenen Quellen. In der antiken Bildkunst kommen sie vergleichsweise selten vor, ihre Präsenz ist vor allem literarisch überliefert.

Mythische Herkunft und Rolle

Nach den überlieferten Erzählungen wurden die Hekatoncheiren von ihrem Vater verachtet und zusammen mit den älteren Zyklopen in den Tartaros geworfen. Dort sollen sie von der furchterregenden Wächterin Kampê bewacht worden sein. Später befreite Zeus sie, um sie im Kampf gegen die Titanen zu nutzen. Während der Titanomachie warfen die Hekatoncheiren gewaltige Felsmassen auf den Stützpunkt der Titanen am Othrys und trugen so entscheidend zum Sieg der olympischen Götter bei. Nach dem Ende des Kampfes wurden sie häufig als Aufseher oder Kerkermeister über die gefangenen Titanen dargestellt.

Namen, Varianten und Beziehungen

  • Kottos – einer der drei Hekatoncheiren; Name erscheint in mehreren Quellen.
  • Briareos – manchmal mit dem Beinamen Aegaeon in anderen Überlieferungen verbunden.
  • Gyges – der dritte der Hekatoncheiren; auch hier gibt es unterschiedliche Schreibweisen und lokale Varianten.

Als enge Verwandte gelten die älteren Zyklopen, mit denen sie gemeinsam verstoßen und später wieder hervorgeholt wurden. In manchen Texten und Kommentaren werden Briareos und andere Gestalten mit verschiedenen Beiworten oder alternativen Identitäten verknüpft; solche Varianten spiegeln die Vielfalt mündlicher und schriftlicher Überlieferung wider.

Bedeutung und Rezeption

Symbolisch werden die Hekatoncheiren oft als personifizierte Naturgewalten oder als Sinnbilder für ungeheure, schwer beherrschbare Kraft angesehen. In der antiken Literatur dienen sie vor allem als kraftvolle Mitstreiter der jungen Göttergeneration und als Garant für deren Herrschaft. In moderner Rezeption tauchen sie gelegentlich in Kunst, Literatur und populärer Kultur auf, meist als archetypische Riesenwesen mit zahlreichen Gliedmaßen.

Weiterführende Aspekte

Für vertiefende Lektüre und Quellennachweise bieten sich synoptische Darstellungen der frühgriechischen Dichtung sowie Einträge zu Älteren Zyklopen und einzelnen Gottheiten an. Wer die Rolle der Hekatoncheiren im größeren kosmologischen Rahmen erforschen möchte, findet Anknüpfungspunkte bei den Darstellungen der Urgötter, dem Kampf der Generationen und den mythologischen Topographien von Tartaros und dem Berg Othrys. Für Bezugnahmen zu den beteiligten Göttern sind gesonderte Zusammenstellungen zu Ouranos, Gaia und Zeus sowie zu den Titanen hilfreich.

Fragen und Antworten

F: Wer sind die Hekatonkheires?

A: Die Hekatonkheires sind eine der drei Rassen von Wesen, die von Ouranos und Gaia, den Urgöttern des Himmels und der Erde, geboren wurden.

F: Wie viele Hekatonkheires gibt es und wie lauten ihre Namen?

A: Es gibt drei Hekatonkheires und ihre Namen sind Kottos, Briareos und Gyges.

F: Warum wurden die Hekatonkheires in den Tartarus geworfen?

A: Die Hekatonkheires wurden von ihrem Vater verachtet und zusammen mit ihren Brüdern, den Älteren Zyklopen, in den Tartaros geworfen.

F: Wer hat die Hekatonkheires und die Älteren Zyklopen aus dem Tartaros befreit?

A: Zeus befreite zusammen mit seinen Brüdern und Schwestern die Hekatonkheires und die Ältesten Zyklopen aus ihrem Gefängnis.

F: Was taten die Hekatonkheires während des Krieges gegen die Titanen?

A: Während des Krieges warfen die Hekatonkheires Steine auf den Berg Othrys, den Stützpunkt der Titanen, und reduzierten den Berg auf die Hälfte seiner ursprünglichen Größe.

F: Was geschah mit den Titanen nach der Titanomachie?

A: Die Titanen wurden in den Tartarus geworfen.

F: Was hat Zeus nach der Titanomachie den Hekatonkheires aufgetragen?

A: Zeus beauftragte die Hekatonkheires, die Kerkermeister der Titanen zu sein.

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Autor

AlegsaOnline.com Hekatoncheiren – die Hunderthändigen der griechischen Mythologie

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