Die Bombenanschläge im Hyde Park und im Regent's Park ereigneten sich am 20. Juli 1982. Mitglieder der Provisorischen Irisch-Republikanischen Armee setzten in jedem Park eine Bombe ein, um britische Militärzeremonien im Zentrum Londons anzugreifen. Die Anschläge richteten sich bewusst gegen öffentlich sichtbare, zeremonielle Einheiten mit dem Ziel, maximale Aufmerksamkeit und Schrecken zu erzeugen.

Ablauf der Anschläge

Im Hyde Park explodierte eine Nagelbombe in einem Auto, das sich in einer militärischen Prozession befand. Die Bombenlegenden verwendeten Splittermaterial (Nägel), um die Zahl der Verletzten zu erhöhen. Bei der Explosion wurden vier Soldaten getötet; außerdem starben sieben Pferde, die Teil der zeremoniellen Einheit waren.

Im Regent's Park detonierte zeitgleich eine weitere Bombe unter einem Musikpavillon. Bei diesem Anschlag wurden sieben Militärkapellmeister getötet; zahlreiche Zuschauer und Teilnehmer wurden verletzt.

Opfer und Folgen

Insgesamt kosteten die beiden Bombenanschläge 11 Menschen das Leben; zusätzlich wurden mehrere Dutzend Personen verletzt und sieben Pferde getötet. Die Anschläge lösten in Großbritannien und international Entsetzen und breite Verurteilungen aus.

Hintergrund und Reaktionen

Die Anschläge gehörten zur Kampagne der Provisorischen IRA auf dem britischen Festland in den 1970er und 1980er Jahren. Ziel war es, durch Angriffe auf Militärangehörige und symbolträchtige Ereignisse politischen Druck zu erzeugen. Die Attentate führten zu einer Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen bei öffentlichen und militärischen Zeremonien in London sowie zu verstärkter Polizeiarbeit und Ermittlungen, um Verantwortliche zu identifizieren und weitere Anschläge zu verhindern.

Gedenken

Die Opfer werden in jährlichen Gedenkveranstaltungen, Kranzniederlegungen und durch Gedenktafeln und -denkmäler geehrt. Angehörige, Kameraden und die Öffentlichkeit erinnern an diesen Tag als eine der schwersten Attacken auf zeremonielle Militäreinheiten in London in der Zeit des Nordirlandkonflikts.