Hysterese ist ein Konzept der physikalischen Wissenschaft. Bei der Hysterese hängt der Output eines Systems nicht nur von seinem Input ab, sondern auch von seiner Geschichte der vergangenen Inputs. Das liegt daran, dass die Geschichte den Wert eines internen Zustands beeinflusst. Um die zukünftigen Ausgänge eines Systems vorherzusagen, muss entweder sein interner Zustand oder seine Geschichte bekannt sein.
Der Effekt kann aufgrund einer Verzögerung zwischen Input und Output auftreten. Dieser Effekt verschwindet, wenn sich der Input langsamer ändert. Dieser Effekt entspricht der obigen Beschreibung der Hysterese, wird aber oft als ratenabhängige Hysterese bezeichnet, um ihn von Hysterese mit einem dauerhafteren Memory-Effekt zu unterscheiden.
Hysterese tritt bei ferromagnetischen Materialien und ferroelektrischen Materialien auf. Sie tritt auch bei der Verformung einiger Materialien auf (z.B. Gummibänder und Formgedächtnislegierungen). Viele künstliche Systeme sind so konstruiert, dass sie eine Hysterese aufweisen: zum Beispiel in Thermostaten und Computern.