In der Informatik ist ein Befehl eine einzelne Operation eines Prozessors, die durch den Prozessorbefehlssatz definiert ist.

Die Größe oder Länge einer Anweisung variiert stark, von nur 4 Bits in einigen Mikrocontrollern bis hin zu Vielfachen eines Bytes in einigen VLIW-Systemen (Very Long Instruction Word). Die meisten modernen Prozessoren, die in Personalcomputern, Großrechnern und Supercomputern verwendet werden, haben Befehlsgrößen zwischen 16 und 64 Bit. In einigen Architekturen, insbesondere bei Computern mit reduziertem Befehlssatz, haben die Befehle eine feste Länge, die in der Regel der Wortgröße dieser Architektur entspricht.

Auf traditionellen Architekturen enthält eine Anweisung einen Opcode, der die auszuführende Operation spezifiziert, wie z.B. "Speicherinhalt zum Register hinzufügen", und null oder mehr Operanden-Spezifizierer, die Register, Speicherplätze oder literale Daten angeben können. Die Operandenspezifizierer können Adressierungsmodi haben, die ihre Bedeutung bestimmen, oder sie können in festen Feldern stehen.

In VLIW-Architekturen, die viele Mikrocode-Architekturen umfassen, werden mehrere gleichzeitige Operationen und Operanden in einer einzigen Anweisung spezifiziert.

Instruktionen werden selten in ihrer Maschinencodeform spezifiziert; sie können von Programmierern mit Hilfe einer Assemblersprache spezifiziert oder, was häufiger vorkommt, von Compilern erzeugt werden.

Es gibt eine weitere allgemeinere Definition für eine "Anweisung", die sich nicht nur auf den Prozessorbefehlssatz bezieht, nämlich Eine "Anweisung" kann jede Darstellung eines Elements eines ausführbaren Computerprogramms sein.