Opel, vollständiger Name Adam Opel AG, ist ein 1862 gegründeter Automobilhersteller aus Deutschland. Das Unternehmen wurde von Adam Opel gegründet und begann ursprünglich mit der Produktion von Nähmaschinen und später Fahrrädern; die ersten Automobile folgten um die Wende zum 20. Jahrhundert. In der Folge wuchs Opel zu einer der prägenden Marken der deutschen Automobilindustrie.
Geschichte
Im Jahr 1929 ging Opel mehrheitlich an General Motors, womit die Marke Teil eines internationalen Konzerns wurde. Unter GM-Ägide expandierte Opel seine Produktpalette und seine Produktionskapazitäten. In den Jahren nach der Jahrtausendwende gab es intensive Kooperationen innerhalb des GM-Konzerns, unter anderem mit asiatischen Einheiten.
Im März 2017 einigten sich GM und die Groupe PSA auf den Verkauf von Opel und seiner Schwestermarke Vauxhall an PSA (dem Konzern hinter Peugeot und Citroën); der Verkauf wurde im weiteren Verlauf formal abgeschlossen. Seit der Fusion von PSA und Fiat Chrysler (FCA) zur Stellantis-Gruppe Anfang 2021 gehört Opel heute zu Stellantis.
Modelle und Technik
Opel ist bekannt für eine Reihe populärer Baureihen, darunter Kadett, Astra, Corsa, Vectra, Insignia, Zafira, Mokka und weitere. Viele Modelle wurden über Jahrzehnte kontinuierlich weiterentwickelt und für verschiedene Märkte angepasst. In jüngerer Zeit hat Opel seine Modellpalette verstärkt auf Elektrifizierung umgestellt: Beispiele sind der elektrisch angetriebene Corsa-e und der Mokka-e, die auf Plattformen des PSA-Konzerns basieren.
Historisch hat Opel auch für andere Konzernteile entwickelt und Fahrzeuge geteilt oder angepasst: So wurden beispielsweise einige Modelle für GMDAT entwickelt und es gab enge Entwicklungsbeziehungen zu GM-Ablegern in Asien. Im nordamerikanischen Markt wurden zeitweise Opel-Modelle unter anderen GM-Marken verkauft (siehe unten).
Produktion, Märkte und Fakten
Der Hauptsitz von Opel befindet sich in Rüsselsheim, Deutschland. Wichtige Produktions- und Entwicklungsstandorte in Deutschland sind neben Rüsselsheim auch Werke in Eisenach und Kaiserslautern. Die Zahl der Beschäftigten schwankt je nach Jahr und Konzernstruktur; Angaben liegen für Deutschland und international in der Regel im Bereich von mehreren Zehntausend Beschäftigten (rund 30.000–35.000 Angestellte werden häufig genannt, die genaue Zahl variiert).
In Großbritannien werden Opel-Modelle traditionell unter der Marke Vauxhall angeboten. Für den nordamerikanischen Markt gab es in der Vergangenheit unterschiedliche Vertriebswege: Zwischen 2007 und 2009 wurden einige Opel-Modelle (zum Beispiel Antara, Astra und Vectra) in den Vereinigten Staaten unter der Marke Saturn angeboten. Nach dem Ende der Saturn-Marke übernahm in Teilen der Konzern das Importgeschäft für bestimmte Opel-basierte Modelle unter der Marke Buick. Die einzigen Buick-Modelle, die nicht auf Opel-Technik basieren, sind unter anderem der Enclave CUV und die großräumige Limousine LaCrosse.
Besonderheiten und Entwicklung
Opel hat über die Jahrzehnte sowohl massenmarkttaugliche Klein- und Kompaktwagen als auch Familien- und Nutzfahrzeuge produziert. Die Marke spielt eine wichtige Rolle bei der Einführung neuer Technologien in Europa (z. B. Sicherheits- und Assistenzsysteme, alternative Antriebe). Nach dem Eigentümerwechsel zu PSA und später zur Stellantis-Gruppe vollzog Opel einen Technologie- und Plattformwechsel hin zu den Konzernlösungen und treibt gleichzeitig die Elektrifizierung seiner Modellpalette voran.
Opel bleibt eine traditionsreiche deutsche Automarke mit internationaler Vernetzung, breiter Modellpalette und einem starken Schwerpunkt auf kosteneffizienten Volumenmodellen sowie zunehmend elektrischen Antrieben.

