Der Päijänne ist der zweitgrößte See Finnlands und eine der markantesten Landschaften des Landes. Er liegt zwischen den Regionen Mittelfinnland und Päijänne Tavastia.
Größe, Form und Abfluss
Der See hat eine Fläche von etwa 1.100 km² (ca. 425 Quadratmeilen) und eine ungefähre maximale Länge von rund 120 km (ca. 75 Meilen). Die Gewässerlandschaft ist gekennzeichnet durch langgestreckte Buchten, zahlreiche Inseln und Schären. Das Wasser fließt über den Kymijoki in den Finnischen Meerbusen.
Tiefen, Inseln und Schutzgebiete
Der Päijänne ist stellenweise tief (maximale Tiefe etwa 95 m, mittlere Tiefenbereiche deutlich geringer) und besitzt viele Inseln und Felsformationen. Im südlichen Teil liegt der Päijänne-Nationalpark, der mit seinen Inseln, Engstellen und Wander- bzw. Kanurouten ein beliebtes Ziel für Naturfreunde ist. Bekannte Inseln und Engstellen, wie z. B. Kelvenne, prägen das Landschaftsbild.
Wasserqualität und Nutzung
Die Wasserqualität des Päijänne gilt als sehr gut. Das klare, sauerstoffreiche und überwiegend oligotrophe Wasser resultiert aus einer überwiegend bewaldeten Einzugsgebietsstruktur und geringer Nährstoffeinträge. Allgemein verbessert sich die Qualität südlich von Jämsä, wo die Ufer und Zuflüsse weniger belastet sind.
Ein weiterer wichtiger Aspekt: Der Päijänne ist eine bedeutende Trinkwasserquelle für Südfinnland. Über den sogenannten Päijänne-Wasserstollen (Päijänne-Tunnel) wird aufbereitetes Wasser in die Hauptstadtregion, unter anderem nach Helsinki, geleitet.
Gemeinden am See
Der See liegt neben mehreren Gemeinden in den beiden Regionen. Dazu gehören in Mittelfinnland:
- Kuhmoinen
- Jämsä
- Joutsa
- Luhanka
- Muurame
- Toivakka
- Jyväskylä
Und in Päijänne Tavastia:
- Padasjoki
- Asikkala
- Sysmä
Freizeit, Fischerei und Naturschutz
Der Päijänne ist ein beliebtes Ziel für Boots- und Kajaktouren, Angler sowie Sommertourismus mit zahlreichen Ferienhäusern entlang der Ufer. Gleichzeitig stehen große Teile des Sees und seiner Inseln unter Schutz, um die natürliche Wasserqualität und die Artenvielfalt zu erhalten. Aktivitäten sind in vielen Bereichen geregelt, um Eingriffe in empfindliche Lebensräume zu minimieren.
Fazit: Der Päijänne verbindet bedeutende ökologische Funktionen (sauberes Trinkwasser, Schutzgebiete) mit hoher Freizeit- und Erholungsqualität. Seine gute Wasserqualität, die aus der überwiegend naturnahen Umgebung resultiert, macht ihn zu einem wichtigen Gewässer für Finnland.



