Verschluss: Bedeutung, Arten und Beispiele – Fensterladen, Fotografie, Film
Alles zum Verschluss: Bedeutung, Arten und Beispiele — von Fensterladen über Kameraverschluss bis Filmprojektion. Praxisnah erklärt.
Verschluss kann mehrere Bedeutungen haben. Im folgenden sind die wichtigsten Verwendungsweisen erklärt und jeweils kurz erläutert.
Fenster:
- Fensterladen: eine feste oder bewegliche Abdeckung aus Holz, Metall oder Kunststoff, die vor Licht, Wind, Einblick und Witterung schützt. Fensterläden gibt es in verschiedenen Ausführungen (z. B. Läden mit Lamellen, Klappläden, Rollläden) und sie dienen sowohl funktional (Sonnenschutz, Einbruchschutz) als auch ästhetisch.
- Hurricane shutter: ein verstärkter Fensterladen oder eine spezielle Abdeckung, die bei starken Stürmen (z. B. Hurrikanen) eingesetzt wird. Materialien reichen von Metall- und Aluminiumprofilen bis zu rollbaren oder verschraubbaren Platten; wichtig sind Stabilität und schnelle Montage.
Optisch (Licht und Bild):
- Verschluss (Fotografie), ein Bauteil in Kameras, das die Belichtungszeit regelt, indem es die Zeitspanne bestimmt, in der Licht auf den Film oder Sensor fällt. Wichtige Begriffe sind Verschlusszeit (z. B. 1/125 s), Blende und ISO (die drei Elemente des Belichtungsdreiecks). Es gibt verschiedene Bauformen:
- Lamellen- oder Zentralverschluss (Leaf Shutter): sitzt oft in Objektiven, ermöglicht Blitzsynchronisation bei kurzen Zeiten.
- Planfilmverschluss / Schlitzverschluss (Focal-plane shutter): besteht aus zwei Vorhängen (bei mechanischen Verschlüssen), erzeugt mit kurzen Zeiten einen schlitzförmigen Durchlass; bei sehr schnellen Zeiten können Schlitzartefakte entstehen.
- Rolling Shutter vs. Global Shutter (bei digitalen Sensoren): Rolling-Shutter liest Zeilen nacheinander aus und kann zu Verzerrungen bewegter Motive führen; Global-Shutter belichtet alle Pixel gleichzeitig.
- Filmprojektor-Verschluss, eine Mechanik im Projektor, die das projizierte Licht kurz unterbricht, während der Film vortransportiert wird. Dadurch wird verhindert, dass das Publikum den Bildlauf (das Bewegen des Films) sieht; häufig werden mehrflügelige (z. B. 2- oder 3-schaufelige) Verschlüsse verwendet, um Flimmern zu reduzieren.
- Bühnenbeleuchtungsblende: verstellbare Metall- oder Iris-Elemente an Scheinwerfern (z. B. für Fresnel- oder Profilscheinwerfer), mit denen Form und Intensität des Lichtkegels verändert werden können. Häufig benutzt man auch „Barn Doors“ oder eine Iris, um Licht hart oder weich abzugrenzen.
- Vorrichtung zur Manipulation von Lichtimpulsen in Signallampen: z. B. rotierende Scheiben, Blenden oder elektronische Shutter, die Lichtzeichen takten oder modulieren (bei Leuchttürmen, Warnlampen, Signalanlagen).
Akustisch:
- Schwellverschluss (Schwellkasten): eine klappbare oder verschiebbare Schaltung an einer Pfeifenorgel, mit der der Luftstrom zu bestimmten Pfeifengruppen gesteuert und so die Lautstärke („Schwellen“ bzw. „Schwellwerk“) variiert wird. Über eine Koppel oder ein Pedal kann der Organist die Klappen öffnen bzw. schließen, um dynamische Effekte zu erzielen.
Filme:
- Shutter (thailändischer Film), ein Horrorfilm aus Thailand (2004), der sich thematisch mit Geistern und fotografischen Erscheinungen beschäftigt und international bekannt wurde. (Originaltitel: Shutter)
- Shutter (US-Film), ein Film aus den Vereinigten Staaten (2004) – Titelgleichheiten kommen bei Filmen häufiger vor; nicht zu verwechseln mit dem späteren US-Remake von 2008.
- Shutter (Kurzfilm), ein Kurzfilm von Jannu Alain Goldschmidt aus dem Jahr 2001.
- Shutter (Film von 2008), ein 2008 veröffentlichtes Remake des thailändischen Horrorfilms, mit Joshua Jackson in der Hauptrolle; auch dieses Werk thematisiert übernatürliche Phänomene, die mit Fotografien zusammenhängen.
Andere Bedeutungen und Fachbereiche:
- Technik / Maschinenbau: Verschluss als Abschalt- oder Absperrvorrichtung (z. B. Ventil- oder Klappenverschlüsse), die Durchfluss oder Bewegung stoppt.
- Verpackung: Verschlüsse von Behältern (Schraubverschluss, Bügelverschluss, Stopfen), die Produkte luftdicht oder auslaufsicher verschließen.
- Medizin / Chirurgie: Wundverschluss (z. B. Nähte, Klammern, Kleber) zur Schließung von Haut- oder Gewebeverletzungen.
- Phonetik: Verschlusslaut (Plosiv) bezeichnet einen Konsonanten, bei dem der Luftstrom im Ansatzrohr kurz vollständig gesperrt und dann plötzlich freigegeben wird (z. B. /p, t, k, b, d, g/).
- Allgemeinsprachlich: „Verschluss“ kann auch im Sinn von Abschluss, Ende oder Sperre verwendet werden (z. B. „der Verschluss einer Leitung“, „der Verschluss eines Kommunikationskanals“).
Hinweis: Der Begriff „Verschluss“ ist stark kontextabhängig. Bei technischen Fragen (z. B. welches Verschlusstyp für eine Kamera oder ein Haus am besten geeignet ist) kann eine genauere Beschreibung des Einsatzbereichs helfen, eine passende Empfehlung zu geben.
Fragen und Antworten
F: Was ist ein Fensterladen?
A: Ein Fensterladen ist eine massive Fensterabdeckung, die Licht und Wind abhält.
F: Was ist ein Hurrikan-Fensterladen?
A: Ein Hurricane Shutter ist ein verstärkter Fensterladen zum Schutz bei starkem Wind.
F: Was ist ein Shutter (Fotografie)?
A: Ein Verschluss (Fotografie) ist ein fotografisches Gerät, das die Belichtung steuert, indem es die Zeit begrenzt, in der Licht einfällt.
F: Wozu dient der Verschluss eines Filmprojektors?
A: Der Verschluss eines Filmprojektors dient dazu, das einfallende Licht zu unterbrechen, während der Film zum nächsten Bild weiterläuft.
F: Wozu dient ein Bühnenbeleuchtungs-Shutter?
A: Ein Bühnenbeleuchtungs-Shutter wird verwendet, um das von einer Theaterbeleuchtung ausgestrahlte Licht zu verändern.
F: Wozu dient ein Schwellwertverschluss?
A: Eine Schwellwerksklappe ist eine Klappe, mit der der Luftstrom durch die Pfeifen einer Orgel gesteuert wird.
F:Welche Filme wurden mit "Shutter" als Titel gedreht? A:Zu den Filmen mit dem Titel Shutter gehören ein Horrorfilm aus Thailand aus dem Jahr 2004, ein Film aus den Vereinigten Staaten aus dem Jahr 2004, ein Kurzfilm von Jannu Alain Goldschmidt aus dem Jahr 2001 und ein Film aus dem Jahr 2008 mit Joshua Jackson in der Hauptrolle.
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