Skype ( /skaɪp/) ist ein Softwareprogramm, das das Internet zum Telefonieren nutzt (unter Verwendung einer Technologie namens Voice over Internet Protocol (VoIP). Es wurde 2003 von den Schweden und Dänen Niklas Zennström und Janus Friis entwickelt und wird derzeit von einem Unternehmen in Luxemburg namens Skype Technologies S.A.R.L. betrieben, das seit 2011 zu Microsoft gehört. (Von 2005 bis 2011 war Skype im Besitz von eBay).

Das Skype-Programm funktioniert auf den Computern Microsoft Windows, MacOS und Linux und ist als mobile Apps für verschiedene Plattformen einschließlich iOS und Android erhältlich. Durch die Verwendung von VoIP für die Anrufe ist es sehr günstig, ein anderes Telefon anzurufen. Es kostet kein Geld, einen anderen Skype-Nutzer anzurufen. Jeder Skype-Nutzer hat einen eindeutigen Namen, unter dem andere Nutzer ihn finden und mit ihm sprechen können. Skype hat auch zusätzliche Funktionen wie Videoanrufe und mehrere Mitglieder in einem Gespräch. Im Chat finden Sie auch eine Auswahl mit einer Vielzahl von Emoticons, die zur Verfügung stehen.

Funktionen im Überblick

  • Sprach- und Videoanrufe: Kostenlose Anrufe zwischen Skype-Nutzern; Videoanrufe ein‑zu‑einem und Gruppen‑Videoanrufe.
  • Gruppenchats und Gruppenanrufe: Textnachrichten, gemeinsame Sprach‑ und Videokonferenzen mit mehreren Teilnehmern (Teilnehmeranzahl kann je nach Version und Tarif variieren).
  • Bildschirmfreigabe und Dateiübertragung: Bildschirm teilen, Dateien, Fotos und Kontakte direkt im Chat senden.
  • Voicemail, Anrufweiterleitung und Anrufaufzeichnung: Integrierte Voicemail, Möglichkeit zur Aufzeichnung von Gesprächen sowie Anrufweiterleitung auf Telefonnummern.
  • Skype Credit und Abonnements: Bezahlen, um Festnetz‑ und Mobiltelefone anzurufen (günstigere Tarife als klassische Telefonie) oder eine lokale Skype‑Nummer zu mieten.
  • Live‑Übersetzung und Untertitel: Echtzeit‑Übersetzung für Sprach‑ und Textnachrichten sowie Live‑Untertitel während des Anrufs (je nach Sprache und Plattform).
  • Emoticons, Reaktionen und Bots: Große Auswahl an Emoticons, Reaktionen auf Nachrichten und Erweiterungen durch Bots und Integrationen.
  • Web‑Version: Skype ist auch direkt im Browser nutzbar (ohne Installation) über die Web‑Version.

Kurze Geschichte und Entwicklung

Skype wurde 2003 gegründet und basierte ursprünglich auf einer Peer‑to‑peer‑Architektur, die Teile der Verbindung über die Rechner der Nutzer leitete. 2005 übernahm eBay Skype, verkaufte es später jedoch an eine Investorengruppe; 2011 folgte der Kauf durch Microsoft für mehrere Milliarden US‑Dollar. Unter Microsoft wurde die Infrastruktur schrittweise modernisiert und stärker in andere Dienste (z. B. Outlook und Office) integriert. Parallel entstand eine kommerzielle Variante für Unternehmen (Skype for Business), die später durch Microsoft Teams in vielen Unternehmen ersetzt wurde.

Sicherheit und Datenschutz

Skype verwendet Verschlüsselung für Übertragungen, die Architektur und der Grad der Ende‑zu‑Ende‑Verschlüsselung haben sich aber im Laufe der Zeit verändert. Für bestimmte Chat‑Konversationen bietet Skype die Option "Private Conversations" an, die Ende‑zu‑Ende‑Verschlüsselung (Signal‑Protokoll) verwendet. Normale Anrufe und Chats werden in vielen Fällen über Microsoft‑Server geleitet, und Metadaten (z. B. wer wann mit wem kommuniziert) können gespeichert werden. Nutzer, die strengere Datenschutzanforderungen haben, sollten sich über die aktuellen Einstellungen und Optionen informieren und gegebenenfalls Verschlüsselungs‑ oder Alternativlösungen prüfen.

Technik und Codecs

Skype entwickelte eigene Audiocodecs und trug zur Entstehung moderner Audioformate bei (z. B. SILK). Später wurden offene Standards wie Opus in vielen Anwendungen übernommen. Die Sprach‑ und Videoqualität hängt stark von der verfügbaren Bandbreite, der Latenz sowie der verwendeten Hardware ab.

Plattformen und Kompatibilität

Skype ist für Desktop‑Betriebssysteme (Microsoft Windows, MacOS, Linux), mobile Plattformen (iOS, Android) und als Web‑Anwendung verfügbar. Zusätzlich gibt es Versionen für Smart‑Devices wie Smart‑TVs oder Spielkonsolen in bestimmten Regionen. Funktionsumfang und Benutzeroberfläche können sich je nach Plattform unterscheiden.

Preise und Kosten

Das Anrufen von anderen Skype‑Nutzern ist kostenlos. Für Anrufe zu klassischen Telefonanschlüssen (Festnetz, Mobilfunk) fallen Kosten an, die über Skype Credit oder Monatsabonnements abgerechnet werden. Es gibt auch Optionen wie eine Skype‑Nummer (lokale Rufnummer in einem anderen Land), die monatlich gemietet werden kann.

Tipps für die Nutzung

  • Create einen Skype‑Account mit einer E‑Mail‑Adresse oder Telefonnummer und fügen Sie Kontakte über Skype‑Namen, E‑Mail oder Telefonnummer hinzu.
  • Testen Sie Mikrofon, Lautsprecher und Kamera vor wichtigen Anrufen; verwenden Sie ein Headset, um Echo und Rauschen zu reduzieren.
  • Bei schlechter Verbindung reduzieren Sie die Videoauflösung oder schalten das Video aus, um die Sprachqualität zu verbessern.
  • Nutzen Sie die Bildschirmfreigabe für Präsentationen oder das gemeinsame Arbeiten an Dokumenten.
  • Überprüfen Sie in den Einstellungen die Privatsphäre‑ und Benachrichtigungseinstellungen sowie die Optionen für automatische Downloads von Dateien.

Alternativen

Es gibt mehrere alternative Dienste für VoIP und Videokonferenzen wie Zoom, Google Meet, FaceTime (Apple), WhatsApp‑Anrufe, Signal und Microsoft Teams. Die Wahl hängt von Anforderungen an Datenschutz, Skalierbarkeit, Kosten und Integrationsmöglichkeiten ab.

Skype bleibt eine weit verbreitete und leicht zugängliche Lösung für private und geschäftliche Kommunikation, insbesondere wenn einfache Telefon‑ und Videofunktionen benötigt werden und Verfügbarkeit über viele Plattformen hinweg wichtig ist.