Der US-Minister für Veteranenangelegenheiten ist der Leiter des US-Ministeriums für Veteranenangelegenheiten, der Abteilung, die sich um die Angelegenheiten der Kriegsveteranen kümmert. Der Sekretär ist Mitglied des Kabinetts und vorletzter am 17. in der Nachfolge der Präsidentschaft (diese Position war die letzte, bis 2006 das Heimatschutzministerium der Vereinigten Staaten hinzukam). Bislang waren alle Ernannten und amtierenden Ernannten für diesen Posten US-Militärveteranen, aber das ist keine Voraussetzung für die Besetzung des Postens.

Wenn das Amt des Sekretärs unbesetzt ist, fungiert der stellvertretende US-Veteranenminister oder eine andere vom Präsidenten ausgewählte Person als amtierender Sekretär, bis der Präsident einen neuen Sekretär auswählt und der Senat der Vereinigten Staaten einen neuen Sekretär bestätigt.

Am 8. Dezember 2008 kündigte Präsident Barack Obama an, dass er den Armeegeneral im Ruhestand, Eric Shinseki, zum Sekretär für Veteranenangelegenheiten ernennen werde. Er wurde am 20. Januar 2009 einstimmig vom Senat der Vereinigten Staaten bestätigt. General Shinseki trat am 30. Mai 2014 als Sekretär für Veteranenangelegenheiten zurück und ernannte den stellvertretenden Sekretär Sloan Gibson zum amtierenden Sekretär. Am 29. Juni 2014 wurde der ehemalige CEO von Procter & Gamble, Robert A. McDonald, von Barack Obama zum nächsten Sekretär ernannt.

Im Mai 2018 ernannte Präsident Donald Trump den damals amtierenden Sekretär Robert Wilkie für das volle Amt. Er wurde am 23. Juli 2018 vom Senat der Vereinigten Staaten bestätigt.

Aufgaben und Zuständigkeiten

Der Sekretär für Veteranenangelegenheiten leitet ein der größten Bundesbehörden der USA und ist verantwortlich für die Umsetzung von Gesetzen und Programmen, die Veteranen und ihren Familien zugutekommen. Zu den zentralen Aufgaben gehören:

  • Leitung und Aufsicht über das Veterans Affairs-System, insbesondere die medizinische Versorgung in Krankenhäusern und Kliniken (Veterans Health Administration), die Leistungsbearbeitung (Veterans Benefits Administration) und die Verwaltung von Nationalfriedhöfen (National Cemetery Administration).
  • Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung, Rehabilitation, psychischen Betreuung und Suizidprävention für Veteranen.
  • Verwaltung von Leistungen wie Invaliditätsentschädigung, Renten, Bildungs- und Ausbildungsprogrammen (z. B. GI Bill), Hauskreditausfallgarantien und Versicherungsleistungen.
  • Repräsentation der VA gegenüber dem Kongress, dem Präsidenten und den Veteranenorganisationen sowie Veranlassung von Haushalts- und Gesetzesinitiativen.
  • Modernisierung der Verwaltungsprozesse, Bekämpfung von Rückständen bei Leistungsanträgen und Gewährleistung der Rechenschaftspflicht innerhalb der Behörde.

Ernennung, Amtszeit und Nachfolge

Der Sekretär wird vom Präsidenten der Vereinigten Staaten nominiert und muss vom Senat bestätigt werden. Es gibt keine rechtliche Voraussetzung, Veteran zu sein; historisch gesehen waren jedoch die meisten Amtsinhaber Veteranen. Der Präsident kann den Sekretär jederzeit abberufen.

Bei einer vakanten Stelle übernimmt in der Regel der stellvertretende Sekretär oder ein per acting-Ernennung eingesetzter Beamter die Aufgabe, bis ein neuer Secretary ernannt und vom Senat bestätigt wird. Der Minister ist – wie oben erwähnt – in der Präsidentschaftsnachfolge weit vorne gereiht (ursprünglich die letzte Stelle, durch die Schaffung des Heimatschutzministeriums 2006 wurde die Reihenfolge verschoben).

Geschichtlicher Hintergrund

Die heutige Behörde entstand aus der früheren Veterans Administration (VA), die 1930 gegründet wurde, um Leistungen für Kriegsveteranen zentral zu verwalten. Durch den Department of Veterans Affairs Act von 1988 wurde die Behörde zum Kabinettsministerium aufgewertet; die Umwandlung trat 1989 in Kraft und schuf das Amt des Secretary of Veterans Affairs auf Kabinettsniveau. Der erste Kabinettssekretär war Edward J. Derwinski.

Seit der Aufwertung zur Kabinettsbehörde haben verschiedene Sekretäre unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt, etwa die Modernisierung der Gesundheitsversorgung, die Reduzierung von Leistungsrückständen, die Verbesserung der psychischen Gesundheitsversorgung und Programme gegen Veteranenverarmung und Obdachlosigkeit.

Organisation, Bedeutung und Herausforderungen

Das Ministerium besteht aus mehreren großen Unterverwaltungen und Behördenzweigen, die jeweils spezielle Aufgaben haben (u. a. Gesundheitsversorgung, Leistungsbearbeitung, Friedhofswesen, Forschung). Gemeinsam verwaltet die VA ein umfangreiches Netz von Krankenhäusern, Kliniken, regionalen Leistungsämtern und nationalen Ruhestätten.

Zu den andauernden Herausforderungen zählen die Gewährleistung eines breit zugänglichen und qualitativ hochwertigen Gesundheitssystems für Veteranen, das Abbau von Antragsrückständen, effiziente digitale Verwaltungsprozesse, die Versorgung von Veteranen mit psychischen Erkrankungen und Suchtproblemen sowie die Prävention von Obdachlosigkeit. Die Rolle des Sekretärs umfasst damit sowohl operatives Management als auch politische und öffentliche Verantwortung.

Kürzere Chronik bekannter Amtsinhaber (Auswahl)

  • Edward J. Derwinski – erster Kabinettssekretär nach der Erhebung 1989.
  • Jesse Brown – bekannter Sekretär in den 1990er Jahren und einer der ersten afroamerikanischen Amtsinhaber im Amt.
  • Anthony J. Principi – diente Anfang der 2000er Jahre unter Präsident George W. Bush.
  • Eric Shinseki, Robert A. McDonald, David Shulkin, Robert Wilkie – weitere bedeutende Nachfolger (siehe oben).
  • Seit Februar 2021 ist Denis McDonough als Sekretär tätig (Nominierung und Bestätigung durch den Präsidenten und den Senat).

Der Sekretär für Veteranenangelegenheiten spielt eine zentrale Rolle dabei, die Verpflichtungen der Nation gegenüber Veteranen in praktische, lebensnahe Unterstützung umzusetzen. Das Amt verbindet umfangreiche Behördenführung mit unmittelbarer Verantwortung für die Versorgung von Menschen, die dem Militär gedient haben.