William Saroyan (Armenier: Վիլյամ Սարոյան) (31. August 1908 - 18. Mai 1981) war ein amerikanischer Autor, der zahlreiche Theaterstücke, Romane, Kurzgeschichten und Drehbücher verfasste. Viele seiner Texte handeln vom verarmten Aufwachsen als Sohn armenischer Einwanderer und von der Alltagserfahrung einfacher Menschen. Diese Geschichten fanden besonders während der Großen Depression großen Zuspruch. Saroyan wuchs in Fresno auf, dem Zentrum der armenischstämmigen Amerikaner in Kalifornien, und viele seiner Werke spielen in dieser Umgebung (oft unter einem fiktiven Ortsnamen).

Auf die Frage, wie er seinen Namen sagen solle, sagte er zu The Literary Digest: "Auf Armenisch heißt es sor-row'yan, Akzent auf Reihe. In Amerika wird er falsch ausgesprochen mit... 'roy.'"

Saroyan wurde in eine arme Einwandererfamilie geboren; sein Leben war von frühen Verlusten und wirtschaftlichen Schwierigkeiten geprägt. Schon als Jugendlicher verließ er die Schule, um zu arbeiten, und begann in verschiedenen Jobs, darunter als Schreiber und Reporter, seine Beobachtungen und Erlebnisse literarisch zu verarbeiten. Sein Durchbruch gelang ihm in den 1930er-Jahren mit Kurzgeschichten, die durch eine Mischung aus warmherziger Humanität, lakonischem Humor und poetischer Einfachheit auffielen.

Zu seinen bekanntesten Werken zählen das Stück The Time of Your Life (ein Theaterstück über Menschen am Rand der Gesellschaft) sowie die Kurzgeschichten-Sammlungen wie My Name Is Aram, in denen er episodisch das Leben armenisch-amerikanischer Familien schildert. Saroyans Werk umfasst daneben Romane, zahlreiche Essays, Memoiren und Drehbücher; Themen sind häufig Einwanderung, Familienleben, die Würde des einfachen Menschen sowie ein optimistischer Glaube an die menschliche Gemeinschaft.

Für sein Schaffen erhielt Saroyan Anerkennung und Auszeichnungen; bekannt ist, dass er für die Bühne und das Kino berücksichtigt wurde. Seine Haltung gegenüber Preisen war oft eigenwillig: etwa lehnte er öffentlich manche Ehrung ab oder äußerte sich kritisch über die Institutionalisierung von Kunst. Seine direkte, oft knappe Sprache, seine Liebe zu Alltagsdetails und sein warmherziger Ton machten ihn sowohl zu einem populären als auch zu einem umstrittenen Autor.

In seinem persönlichen Leben blieb Saroyan stark mit seiner armenischen Herkunft verbunden. Er setzte sich zeitweise für armenische Belange ein und reiste mehrmals nach Armenien; zugleich blieb seine literarische Heimat häufig das kalifornische Fresno mit seiner ethnischen Vielfalt und seinen einfachen Leuten.

Saroyan starb am 18. Mai 1981. Sein Werk wirkt fort: Viele seiner Kurzgeschichten und Theaterstücke werden weiterhin gelesen und gespielt, und seine besondere Mischung aus Mitgefühl, Humor und unprätentiöser Sprache beeinflusste spätere Generationen von Schriftstellern. Bibliotheken, literarische Sammlungen und kulturelle Einrichtungen bewahren Manuskripte und Briefe, die Einblick in sein Schaffen geben und seine Rolle als bedeutender Vertreter der amerikanischen und armenisch-amerikanischen Literaturgeschichte dokumentieren.