In der Nacht vom 1. Oktober 2017 begann Stephen Paddock aus seinem Hotelzimmer im Mandalay Bay Hotel am Las Vegas Strip in Paradise, Nevada, USA, bei einer Gruppe von Konzertbesuchern auf der anderen Straßenseite des Musikfestivals Route 91 Harvest zu schießen. Er tötete 58 Menschen und verwundete 422, bevor er Selbstmord beging. Die Panik führte dazu, dass sich die Zahl der Verletzten auf 851 erhöhte. Es war der tödlichste Schuss eines einzelnen Schützen in der Geschichte der Vereinigten Staaten.
Tathergang
Die Schüsse begannen gegen 22:05 Uhr Ortszeit und dauerten nach Angaben der Ermittler mehrere Minuten an. Paddock feuerte aus einem Zimmer in der 32. Etage des Mandalay Bay Hotel auf die Menschenmenge, die ein Country-Konzert beim Route 91 Harvest Festival besuchte. Konzertbesucher und Sanitäter beschrieben chaotische Szenen: viele Menschen flohen panisch vom Gelände, andere suchten Schutz hinter Barrikaden oder halfen Verletzten.
Der Täter
Stephen Paddock war ein 64‑jähriger US‑Bürger ohne bedeutende kriminelle Vorgeschichte. Nach dem Zugriff der Polizei wurde in seinem Zimmer eine größere Anzahl von Schusswaffen gefunden; Berichten zufolge befanden sich zahlreiche halbautomatische Gewehre im Raum, von denen einige mit sogenannten „Bump Stocks“ versehen waren, die das Feuern schneller ermöglichten. Paddock beging noch vor dem Zugriff der Einsatzkräfte Suizid.
Opfer und Hilfeleistung
Offiziell wurden 58 Menschen bei der Tat getötet und Hunderte verletzt. Viele Verletzte wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht; weitere Personen erlitten nicht durch Kugeln, sondern durch die Flucht und das Gedränge Infusionen von Prellungen, Knochenbrüchen oder Panikreaktionen. Zahlreiche Hilfsorganisationen, Freiwillige und medizinische Teams aus der Region unterstützten die Opfer unmittelbar nach der Tat.
Ermittlungen und Motivfrage
Die Ermittlungen durch lokale und bundesstaatliche Behörden suchten nach einem Motiv, konnten aber keine klare politische, religiöse oder ideologische Motivation feststellen. Die Suche nach einem Motiv blieb lange Zeit ergebnislos, sodass viele Fragen offen blieben. Die Polizei untersuchte Paddocks Vergangenheit, seine Finanzen und Kontakte; seine Bekannte Marilou Danley wurde als Zeugin befragt, gegen sie wurden jedoch keine strafrechtlichen Maßnahmen bekannt.
Reaktionen, rechtliche Folgen und Sicherheits-Änderungen
Der Anschlag löste in den USA und international große Bestürzung aus. Politisch folgten Debatten über Waffengesetze, Sicherheitsmaßnahmen bei Großveranstaltungen und den Umgang mit Zubehör wie Bump Stocks. Als Reaktion auf die Tat erließ die US‑Regierung später Regelungen, mit denen der Einsatz bestimmter Vorrichtungen eingeschränkt wurde. Zahlreiche Opfer reichten Klagen gegen Veranstalter und Betreiber ein; einige Verfahren endeten in Vergleichen oder außergerichtlichen Einigungen.
Gedenken und langfristige Auswirkungen
Der Anschlag hinterließ bei Überlebenden, Angehörigen und der Stadt Las Vegas tiefe Wunden. Es wurden Gedenkstätten und Mahnmale errichtet, und jährliche Gedenkveranstaltungen erinnern an die Opfer. Zudem führten die Ereignisse zu einer Überprüfung von Sicherheitskonzepten bei Festivals und Großveranstaltungen: Veranstalter und Behörden verstärkten Kontrollen, Kommunikationswege und Notfallpläne, um ähnliche Tragödien künftig besser zu verhindern.
Wichtig: Viele Details zur Tat beruhen auf Untersuchungen und Medienberichten; zentrale Fragen, vor allem die nach einem eindeutigen Motiv, blieben nach Abschluss der Hauptuntersuchungen unbeantwortet.
