Billups-Neonkreuzungssignal (Grenada, Mississippi): Entstehung und Technik
Geschichte, Konstruktion und Technik des Billups-Neonkreuzungssignals in Grenada (Mississippi): Entstehung in den 1930ern, Neon‑Schilder, Sirene, Betriebsprobleme und Rückbau.
Das Billups Neonkreuzungssignal war ein ungewöhnliches und auffälliges Warnsystem für Straßenverkehrsteilnehmer an einem Bahnübergang in Grenada, Mississippi. Es entstand in den 1930er Jahren und sollte die Zahl von Zusammenstößen zwischen Zügen und Fahrzeugen an einer besonders gefährlichen Stelle reduzieren.
Erfinder und Hintergrund
Entwickelt und aufgestellt wurde das Signal Mitte der 1930er Jahre durch Alonzo Billups. Anlass waren wiederholt vorkommende Unfälle an einem Bahnübergang, weshalb Billups eine deutlich sichtbarere und eindringlichere Warnung forderte als die damals üblichen einfachen Schilder oder Schranken.
Lage
Das Signal überspannte die Fahrbahn an der Mississippi State Route 7 bei Grenada, Mississippi und war damit sowohl für ortskundige als auch für durchfahrende Kraftfahrer weithin sichtbar. Der Bundesstaat selbst ist über den Link Mississippi bezeichnet.
Konstruktion und Funktionsweise
Das Billups-Signal kombinierte mehrere ungewöhnliche Bauelemente; seine wichtigsten Merkmale lassen sich zusammenfassen:
- Ein großes Stahlportal, das sich sichtbar über die gesamte Fahrbahn spannt, ähnlich später verwendeter Überbrückungssignale.
- Auf beiden Seiten des Portals wurden große Neonschilder angebracht, die mit den Worten "Stop‑DEATH‑Stop" sowie einem Totenkopf gestaltet waren.
- Blinkende rote Lichter und Neonpfeile wiesen auf die Richtung des herannahenden Zuges hin.
- Anstelle elektrischer Glocken nutzte das System eine sehr laute Luftangriffssirene, um Fahrer auch akustisch zu warnen.
Wegen seines Aussehens und der Kombination aus Licht- und Schalleffekt gilt das Signal als frühe — wenn nicht erste — realisierte Form eines Überkopfsignals, wie es später in modifizierter Form an einigen Stellen Nordamerikas üblich wurde.
Technische und betriebliche Probleme
In der Praxis zeigten sich mehrere Nachteile:
- Elektrische Probleme führten zu Fehlfunktionen; die Anlage schaltete teils unbeabsichtigt ein.
- Die Sirene ertönte gelegentlich ohne Zug und blieb bis zum Eintreffen eines Reparaturteams aktiv, was zu Störungen im örtlichen Verkehr und zu Beschwerden geführt haben dürfte.
- Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde Neon als Rohstoff knapp und teurer, sodass Ersatzteile und Instandhaltung schwieriger wurden.
Rückbau und Verbreitung
Das Billups-Signal wurde nie serienmäßig nachgebaut. Aufgrund der technischen Probleme, der Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Materialien während des Krieges und der insgesamt hohen Unterhaltskosten wurde das einzige bekannte Exemplar nach weniger als zwanzig Jahren wieder entfernt.
Bedeutung und Bewertung
Historisch gesehen ist das Billups-Signal interessant als Beispiel für frühe Versuche, durch auffällige visuelle und akustische Mittel Verkehrssicherheit zu erhöhen. Seine Merkmale lassen Parallelen zu späteren standardisierten Kreuzungssignalen erkennen, vor allem was die prominente Platzierung von Warnlichtern betrifft. Gleichzeitig zeigen die Erfahrungen die Grenzen ungewöhnlicher Einzelprojekte:
- Technische Zuverlässigkeit und Wartbarkeit sind für dauerhafte Verkehrseinrichtungen entscheidend.
- Normen, Lärmschutz und Wirtschaftlichkeit führten später zu einheitlicheren und weniger spektakulären Lösungen.
Weiterführende Hinweise
Das Billups-Signal bleibt ein bemerkenswertes Beispiel für lokale Innovationen in der Verkehrssicherung der Zwischenkriegszeit. Es wird in der einschlägigen Literatur und bei historischen Betrachtungen von Bahnübergängen als kuriose, aber lehrreiche Episode erwähnt.
Fragen und Antworten
F: Was war das Billups Neon Crossing Signal?
A: Das Billups Neon Crossing Signal war ein spezielles Signal, um Auto- und Lastwagenfahrer vor einem herannahenden Zug zu warnen. Es wurde an einem gefährlichen Bahnübergang der Illinois Central an der Mississippi State Route 7 in Grenada, Mississippi, aufgestellt.
F: Wer hat das Billups Neon Crossing Signal erfunden?
A: Das Billups Neon Crossing Signal wurde von Alonzo Billups Mitte der 1930er Jahre erfunden.
F: Warum hat Herr Billups dieses Signal erfunden?
A: Mr. Billups und die Bahn waren besorgt. Auf dem Bahnübergang kam es zu vielen Unfällen zwischen Zügen und Kraftfahrzeugen, so dass er wollte, dass die Autofahrer, die die Gleise überqueren wollten, wussten, dass ein Zug kommen würde, und er wollte dies auf eine sehr große Weise tun.
F: Wie sah das Signal aus?
A: Das Signal war wie ein riesiges Stahlgerüst gebaut, das sich über den gesamten Highway erstreckte, mit blinkenden roten Lichtern, ähnlich denen, die heute verwendet werden, und riesigen Neonschildern auf beiden Seiten des großen Gerüsts. Auf den Schildern leuchteten die Worte "Stop-DEATH-Stop" zusammen mit einem Neon-Totenkopf und blinkenden Neonpfeilen, die in Richtung des Zuges zeigten, um den Autofahrern mitzuteilen, aus welcher Richtung er kam.
F: Wie hat dieses Signal die Autofahrer vor einem ankommenden Zug gewarnt?
A: Zusätzlich zu den visuellen Warnungen verwendete dieses Signal auch Geräusche - anstelle der heute üblichen elektrischen oder elektronischen Glocken wurde eine sehr laute Luftschutzsirene verwendet, um die Fahrer vor einem ankommenden Zug zu warnen.
F: Warum wurde diese Art von Signal nach Beginn des Zweiten Weltkriegs nicht mehr gebaut?
A: Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde es schwierig, Neon für diese Signale zu bekommen. Außerdem gab es elektrische Probleme, wie z.B. dass die Luftschutzsirene oft auch dann ertönte, wenn kein Zug kam, und dass sie sich nicht abschalten ließ, bis Reparaturmannschaften von der Eisenbahngesellschaft selbst kamen. Deshalb wurden nach Beginn des Zweiten Weltkriegs keine weiteren dieser Spezialsignale mehr gebaut.
F: Wie lange hat dieses spezielle Signal an einem Bahnübergang gehalten, bevor es abgebaut wurde? A: Dieses spezielle Kreuzungssignal hielt weniger als zwanzig Jahre, bevor es nach Beginn des Zweiten Weltkriegs aufgrund von Materialmangel für die Produktion und elektrischen Problemen mit dem Luftschutzsirenensystem abgebaut wurde.
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Autor
AlegsaOnline.com Billups-Neonkreuzungssignal (Grenada, Mississippi): Entstehung und Technik Leandro Alegsa
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