Friedrich Georg Wilhelm von Struve

Friedrich Georg Wilhelm Wilhelm von Struve (15. April 1793 - 23. November 1864 (Julianischer Kalender: 11. November)) war ein in Deutschland geborener russischer Astronom. Er wurde in Altona (heute ein Stadtteil von Hamburg), Deutschland, geboren, lebte aber später in Russland. Er war ein Experte für Doppelsterne und einer der ersten Astronomen, der die Sternparallaxe maß (eng verwandt mit der Arbeit von Friedrich Bessel).

Während seiner Zeit als Direktor des Dorpat-Observatoriums (1817-39) schrieb er Stellarum Duplicum et Multiplicum (1837), das bewies, dass Doppelsterne keine Ausnahme sind und dass Sternsysteme den Gesetzen der Schwerkraft unterliegen. Struve trug viel zum Studium der galaktischen Struktur bei und beschäftigte sich auch mit bemerkenswerten geodätischen Operationen wie der Triangulation von Livland und der Messung eines Bogens des Meridians. Im Jahre 1839 wurde er Direktor des neuen Pulkowo-Observatoriums und war einer der ersten drei Astronomen, die fast gleichzeitig eine ungefähre Sternparallaxe erhielten. (Einer der anderen war Bessel)

Im Jahr 1822 veröffentlichte er den ersten von vielen Doppelsterne-Katalogen, deren Identifikationsnummern noch heute verwendet werden. Struve's Sterne werden heute jedoch oft zu seinen Ehren benannt (z.B. Struve 2398), während die ursprüngliche Katalogpräfix der griechische Buchstabe Sigma war. 1833 zog er nach Russland, um in der Nähe von St. Petersburg das Pulkowo-Observatorium einzurichten, dessen Direktor er bis zu seiner Pensionierung 1862 war, als sein Sohn das Amt übernahm. Insgesamt produzierte Friedrich Struve 272 astronomische Werke und 18 Kinder; sein Urenkel Otto hingegen produzierte 907 Werke, aber keine Kinder.

Sein Sohn Otto Wilhelm von Struve (1819-1905) folgte ihm als Direktor (1862-89) des Pulkowo-Observatoriums nach.

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