Lisa Gerrard – australische Sängerin & Komponistin (Dead Can Dance, Gladiator)

Lisa Gerrard – preisgekrönte australische Sängerin & Komponistin (Dead Can Dance), bekannt für ihre mystische Stimme und Filmmusik (Gladiator) — Golden Globe & Oscar-nominiert.

Autor: Leandro Alegsa

Lisa Gerrard (geboren am 12. April 1961 in Melbourne) ist eine australische Musikerin, Sängerin und Komponistin. Bekannt wurde sie vor allem als Teil der Band Dead Can Dance, die sie gemeinsam mit Brendan Perry gründete und mit der sie weltweit Anerkennung für ihre genreübergreifende, atmosphärische Musik erhielt.

Gerrard erhielt eine Golden Globe-Auszeichnung und eine Oscar-Nominierung für die Filmmusik zu dem Film Gladiator (2000), an dem sie zusammen mit Hans Zimmer arbeitete. Ihre charakteristische Stimme und ihre kompositorische Handschrift trugen maßgeblich zur Wirkung des Films bei.

Werdegang und musikalischer Stil

Gerrard wuchs in Melbourne auf und begann schon früh, sich mit Gesang und experimenteller Musik zu beschäftigen. Stilistisch verbindet sie Elemente aus Weltmusik, mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Klängen, Ambient, Neoklassik sowie elektronischen Texturen. International auffällig ist ihre sehr tiefe, klare Altstimme und ihre häufige Verwendung von nicht-sprachlichen Gesangsmelodien (oft als vokale „Glosse“ oder idiolekte Laute beschrieben), die bewusst jenseits konkreter Sprachen wirken und eine universelle, emotional aufgeladene Atmosphäre schaffen.

Dead Can Dance und Soloprojekte

Mit Dead Can Dance veröffentlichte Gerrard mehrere einflussreiche Alben, die in der Alternativ- und Weltmusikszene große Beachtung fanden. Parallel zu ihrer Arbeit in der Band verfolgte sie eine Solokarriere und arbeitete mit verschiedenen Musikerinnen und Musikern zusammen. Ihre Soloarbeiten zeigen oft denselben Hang zu dichten, filmischen Klanglandschaften, kombiniert mit traditionellen und experimentellen Elementen.

Kollaborationen und Filmarbeit

Neben der Zusammenarbeit mit Hans Zimmer bei Gladiator hat Gerrard mit zahlreichen Musikern und Produzenten zusammengearbeitet und Beiträge zu Filmmusiken und Soundtracks geleistet. Ihre Stimme und Kompositionen werden wegen ihrer starken Emotion und Bildhaftigkeit häufig in Film- und Theaterproduktionen eingesetzt.

Auszeichnungen und Einfluss

Die Auszeichnung mit einem Golden Globe und die Oscar-Nominierung für die Arbeit an Gladiator zählen zu den international bekanntesten Anerkennungen in Gerrards Karriere. Darüber hinaus gilt sie als prägende Figur für viele Musikerinnen und Musiker im Bereich ambienter, neoklassischer und weltmusikalischer Klänge. Ihr einzigartiger vokaler Stil hat zahlreiche Interpretinnen und Interpreten beeinflusst.

Ausgewählte Diskographie (Kurzüberblick)

  • Mit Dead Can Dance: mehrere Alben, darunter viel beachtete Veröffentlichungen, die den Ruf der Band begründeten.
  • Solo & Kollaborationen: Soloalben und gemeinsame Projekte, die Gerrards persönliche musikalische Sprache zeigen und oft filmische Qualitäten besitzen.
  • Filmmusik: Hervorzuheben ist die Mitwirkung an der Filmmusik zu Gladiator.

Lisa Gerrard wird weiterhin als eine der markantesten Stimmen der zeitgenössischen, genreübergreifenden Musik angesehen. Ihre Arbeit verbindet traditionelles und modernes Klangdenken und bleibt international einflussreich.

Stimmliche Fähigkeiten

Gerrard besitzt den Stimmumfang einer Altistin, der sich von E3-F5 erstreckt. Ihre Stimme ist als reich, tief, dunkel, traurig und einzigartig beschrieben worden.

Sie hat auch die Fähigkeit, sich nach oben in den dramatischen Mezzosopranbereich auszudehnen, Beispiele dafür wären die Lieder Die Heerschar der Seraphim, Elegie, Space Weaver, Come This Way und One Perfect Sunrise. In ihren anderen Liedern Sanvean, Sacrifice, Sacrifice, Largo und Not Yet spielt Gerrard jedoch vorwiegend im dramatischen Altbereich.

Gerrard singt viele ihrer Lieder, wie Now We Are Free, Come Tenderness, Serenity, The Valley of the Moon, Tempest, Pilgrimage of Lost Children, Coming Home und Sanvean in einer Idioglossie (einer eigenwilligen Sprache), die sie seit ihrem zwölften Lebensjahr entwickelt hat. []

Lisa Gerrard in Paris, Frankreich 2009Zoom
Lisa Gerrard in Paris, Frankreich 2009



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