Manafort wird von mehreren Bundesbehörden untersucht. Berichten zufolge führt das Federal Bureau of Investigation (FBI) seit 2014 eine aktive strafrechtliche Untersuchung gegen ihn in Bezug auf geschäftliche Transaktionen in der Ukraine durch. Er ist auch eine Person von Interesse in der FBI-Spionageabwehruntersuchung, die sich mit der russischen Einmischung in die von Robert Mueller geleiteten Wahlen in den Vereinigten Staaten im Jahr 2016 befasst.
Verhaftung
Am 30. Oktober 2017 kapitulierte Manafort vor dem FBI, nachdem bekannt wurde, dass eine bundesweite Grand Jury ihn angeklagt hatte. Sie beschuldigten Manafort der Verschwörung gegen die Vereinigten Staaten, der Verschwörung zur Geldwäsche, des Versäumnisses, Berichte über ausländische Bank- und Finanzkonten einzureichen, der nicht registrierten Vertretung ausländischer Auftraggeber, falscher und irreführender FARA-Angaben und falscher Aussagen.
Am 15. Juni 2018 wurde Manaforts Kaution widerrufen, und er wurde wegen des Vorwurfs der Justizbehinderung und Zeugenbeeinflussung, die angeblich während seines Hausarrests stattgefunden haben sollen, ins Gefängnis gebracht. Er bekannte sich in diesen zusätzlichen Anklagepunkten für nicht schuldig und wartet seit Juni 2018 auf seinen Prozess.
Verurteilung
Am Dienstag, 21. August 2018 wurde Manafort wegen fünf Fällen von Steuerbetrug, zwei Fällen von Bankbetrug und einem Fall von Nichtmeldung ausländischer Bankkonten verurteilt. Insgesamt verurteilten die Geschworenen Manafort in 8 der 18 Anklagepunkte gegen ihn und sagten, in den anderen 10 Anklagepunkten sei das Verfahren festgefahren (U.S. Bezirksrichter T. S. Ellis III erklärte einen Fehlprozess in diesen Anklagepunkten).