Al-Nusra Front oder Jabhat al-Nusra (arabisch: جبهة النصرة), bekannt als Jabhat Fatah al-Sham (arabisch: جبهة فتح الشام) ist eine der Organisationen, die im syrischen Bürgerkrieg kämpften. Seit Juli 2016 ist sie auch unter dem Namen Jabhat Fateh al-Sham (Arabisch: جبهة فتح الشام, Transliteration: Jabhat Fataḥ al-Šām) bekannt. In Syrien wurde sie auch als al-Qaida oder in der Levante als al-Qaida bezeichnet. Sie sind eine salafistische Organisation und wollen einen islamischen Staat im Land schaffen.

Die Gruppe gab ihre Gründung am 23. Januar 2012 bekannt. Die Vereinigten Staaten bezeichneten Jabhat al-Nusra als eine ausländische Terrororganisation, gefolgt vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und vielen anderen Ländern. Bis Juli 2016 war sie der offizielle syrische Zweig von al-Qaida, bis sie im Juli 2016 eine eigenständige Organisation wurde. Anfang 2015 wurde die Gruppe zu einem der Hauptbestandteile des mächtigen dschihadistischen gemeinsamen Operationszentrums namens "Armee der Eroberung", die große Gebiete im Nordwesten Syriens eroberte. Sie operiert auch im benachbarten Libanon. Im November 2012 bezeichnete die Washington Post al-Nusra als den erfolgreichsten Arm der Rebellentruppen.

Im Juli 2016 trennte sich al-Nusra formell von al-Qaida und firmierte in Jabhat Fateh al-Sham ("Front für die Eroberung der Levante") um.

Am 28. Januar 2017 fusionierte Jabhat Fateh al-Sham nach gewaltsamen Zusammenstößen mit Ahrar al-Sham und anderen Rebellengruppen mit vier anderen Gruppen zu Tahrir al-Sham.

Nach Angaben von Sprechern eines gemäßigten Flügels der Freien Syrischen Armee (FSA) hatte Nusra im November 2012 zwischen 6.000 und 10.000 Kämpfer, was 7-9% der gesamten Kämpfer der FSA ausmachte. Kommentator David Ignatius für die Washington Post bezeichnete Nusra damals als den aggressivsten und erfolgreichsten Arm der FSA. Auch das Außenministerium der Vereinigten Staaten erklärte dies: "Aus den Berichten, die wir von den Ärzten erhalten, geht hervor, dass die meisten Verletzten und Toten der FSA Jabhat al-Nusra sind, und zwar aufgrund ihres Mutes und [der Tatsache, dass sie] immer an vorderster Front stehen". Am 10. Dezember 2012 bezeichneten die USA Nusra als eine ausländische Terrororganisation und als Alias von Al-Qaida im Irak. Durch diese Entscheidung wurde es für die Amerikaner illegal, sich finanziell mit Nusra zu befassen. Tage zuvor hatte der amerikanische Botschafter in Syrien, R. Ford, gesagt: "Extremistische Gruppen wie Jabhat al-Nusra sind ein Problem, ein Hindernis bei der Suche nach der politischen Lösung, die Syrien brauchen wird".