DSL (für Digital Subscriber Loop oder Digital Subscriber Line) ist eine Möglichkeit, digitale Daten über eine Telefonleitung zu übertragen. Telefonleitungen übertragen nur ein begrenztes Spektrum von Signalen (etwa 20 Hertz bis 20.000 Hertz, für Sprache). Das bedeutet, dass die anderen Frequenzen zur Übertragung von Daten genutzt werden können. Die Daten werden auf der Telefonleitung kombiniert oder gemultiplext. An beiden Enden trennt ein Gerät, ein so genannter Splitter (oder DSL-Filter), den Datenteil vom Telefonieteil. DSL stellt die physikalische Schicht zur Verfügung, die unterste Schicht des OSI-Modells, die für das Verständnis, wie die verschiedenen Teile eines Telekommunikationsnetzes miteinander verbunden werden können, verwendet wird. In diesem Modell sind ATM oder Ethernet zwei Kommunikationsprotokolle, die als Datenverbindungsschicht (Schicht 2) und IP wird auf der Netzwerkschicht (Schicht 3) verwendet.
Während die meisten DSL-Signale zur Übertragung auf Telefonleitungen gemultiplext werden, kann DSL auch ohne Telefonleitung (oder gemultiplext auf etwas anderes, z.B. Kabelfernsehen) verwendet werden.
Auf der Verbraucherseite wandelt ein DSL-Modem die Signale so um, dass sie auf der Telefonleitung übertragen werden können; auf der anderen Seite multiplext oder kombiniert ein DSLAM die Signale auf das Internet-Backbone des Anbieters.
Die meisten DSL-Leitungen der Verbraucher sind asymmetrisch, was bedeutet, dass die Verbindungsgeschwindigkeiten oder Bitraten in jeder Richtung unterschiedlich sind. Asymmetrisches DSL wird mit ADSL abgekürzt.
Typischerweise liegt die Download-Geschwindigkeit von DSL-Diensten für Verbraucher zwischen 256 Kilobit pro Sekunde (kbit/s) und 24.000 kbit/s, je nach DSL-Technologie, Anschlussbedingungen und implementiertem Service-Level. In der Regel ist die Upload-Geschwindigkeit niedriger als die Download-Geschwindigkeit bei Asymmetric Digital Subscriber Line (ADSL) und gleich der Download-Geschwindigkeit bei der selteneren Symmetric Digital Subscriber Line (SDSL).


