Vorspiel ist die Bezeichnung für eine Reihe von Dingen, die Menschen tun, bevor sie Sex haben. Diese Dinge müssen nicht direkt mit Sex zu tun haben. Vielmehr werden sie getan, um Menschen sexuell zu erregen, um sie dazu zu bringen, einander mehr zu begehren. Nicht alle diese Handlungen sind körperlich, einige können auch psychologisch sein. Zu den üblichen Handlungen im Vorspiel gehören Küssen, Berührungen, Umarmungen und die Stimulierung der erogenen Zonen der anderen.
Das Vorspiel hat eine klar definierte Funktion - es baut Hemmungen ab und sorgt dafür, dass sich die Menschen wohler fühlen.
Das Vorspiel ist in historischen Werken erwähnt worden. Im altindischen Werk Kama Sutra werden verschiedene Arten des Umarmens, Küssens und Markierens mit Nägeln und Zähnen erwähnt. Es erwähnt auch BDSM-Aktivitäten wie Klatschen und Stöhnen als "Spiel".
Je nach Alter, religiösem und politischem Hintergrund kann das, was Menschen als Vorspiel tun, ganz unterschiedlich sein. Viele Menschen denken, dass Frauen mehr Vorspiel verlangen und mehr Zeit benötigen, um erregt zu werden. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass dies falsch ist. Wissenschaftler des Gesundheitszentrums der McGill-Universität in Montreal, Kanada, verwendeten die Methode der Wärmebildgebung, um die grundlegende Temperaturänderung im Genitalbereich als Definition der für die sexuelle Erregung erforderlichen Zeit aufzuzeichnen. Die Forscher untersuchten die Zeit, die eine Person benötigt, um den Höhepunkt der sexuellen Erregung zu erreichen, und kamen zu dem Schluss, dass Frauen und Männer im Durchschnitt fast die gleiche Zeit für die sexuelle Erregung aufwenden - etwa 10 Minuten.

