Anastasio Somoza García (1896-1956) war von 1936 bis zu seinem Tod im Jahr 1956 Präsident und Diktator von Nicaragua. Er führte eine der korruptesten Regierungen der Geschichte. Da seine Regierung jedoch antikommunistisch war, wurde er von den Vereinigten Staaten unterstützt. García war der Sohn eines wohlhabenden Kaffeepflanzers. Er wurde in Philadelphia erzogen, wo er Salvadora Debayle Sacasa kennen lernte und heiratete. Sie stammte ebenfalls aus einer wohlhabenden nicaraguanischen Familie. Er wurde durch Investitionen in Land, Transport, Immobilien und Produktion sehr wohlhabend. Nachdem er 1936 die Präsidentschaftswahlen gewonnen hatte, übernahm er die Kontrolle über die Nationalgarde. Er platzierte Familienmitglieder in Schlüsselpositionen der Regierung. Er und seine Familie kontrollierten die Nationalistische Liberale Partei, die die Legislative und das Justizwesen kontrollierte. Dadurch erhielt er die absolute Kontrolle über das Land. Am 21. September 1956 wurde er in León, Nicaragua, von einem Dichter erschossen. Er starb acht Tage später. Seine Familie regierte noch zwei Jahrzehnte lang in Nicaragua.