Der allgemeine Intelligenzfaktor, oft auf g verkürzt, ist ein Konstrukt aus der Psychologie. Er ist der gemeinsame Faktor bei Intelligenztests. Er ist das Ergebnis von Intelligenzmessungen auf unterschiedliche Weise.
Charles Spearman, ein früher Statistiker und Psychologe, stellte fest, dass die Schulnoten von Schulkindern in nicht verwandten Fächern stark miteinander verwandt waren. Das heißt, Kinder, die in einem Bereich gut waren (z.B. Lesen), waren auch in einem anderen Bereich (z.B. Mathematik) gut. Er schlug dann vor, dass diese Beziehungen den Einfluss eines dominanten Faktors widerspiegelten, den er g für "allgemeine" Intelligenz nannte. Er entwickelte ein Modell, in dem alle Variationen in den Intelligenztestergebnissen durch zwei Faktoren erklärt werden können. Der erste ist der Faktor, der spezifisch für eine individuelle mentale Aufgabe ist: die individuellen Fähigkeiten, die eine Person bei einer kognitiven Aufgabe kompetenter machen würden als bei einer anderen. Der zweite ist g, ein allgemeiner Faktor, der die Leistung bei allen kognitiven Aufgaben bestimmt.
Nach 120 Jahren kognitiver Tests ist die zentrale Rolle des gs immer noch ein aussagekräftiges Maß. Es wurden auch andere Modelle vorgeschlagen, und es gibt erhebliche Kontroversen über g und seine Alternativen.

