Homöopathie ist eine alternative Medizin. Sie wurde im 18. Jahrhundert von Samuel Hahnemann geschaffen. Die Theorie, die der Homöopathie zugrunde liegt, besagt, dass ein kranker Mensch mit sehr kleinen Mengen von etwas geheilt werden kann, das bei einem gesunden Menschen die Symptome der Krankheit hervorruft. Wissenschaftler sagen, dass die Homöopathie nicht funktioniert und die Menschen nur glauben lässt, dass sie sich besser fühlen (dies nennt man den Placebo-Effekt).
Homöopathen stellen ihre Medikamente her, indem sie die Inhaltsstoffe nehmen, Wasser hinzufügen und die Mischung schütteln. Dann nehmen sie einen Tropfen der Mischung, werfen den Rest weg und fügen noch mehr Wasser hinzu. Normalerweise tun sie dies 30 Mal, manchmal aber auch bis zu 200 Mal. Sie nennen es Potenzierung. Hahnemann sagte, dies würde die "geistähnlichen medizinischen Kräfte, die in einer Droge enthalten sind", zum Vorschein bringen. Die Wissenschaft kann zeigen, wie viele Atome oder Moleküle - winzige Dinge, die sich nicht mehr aufteilen lassen - der ursprünglichen Substanz im homöopathischen Arzneimittel verbleiben. In den meisten homöopathischen Arzneimitteln ist von der Substanz, mit der sie begonnen haben, kein einziges Molekül mehr übrig. Homöopathen glauben, dass die Lösung ein "Gedächtnis" der ursprünglichen Substanz in sich trägt. Die Wissenschaft sagt, dass dies gegen die Gesetze der Physik und Chemie verstößt.
Die Homöopathie wurde populär, weil sie zu einer Zeit geschaffen wurde, als die Medizin noch nicht sehr gut funktionierte und Menschen krank machen konnte. Damals hätte die Einnahme der Homöopathie Menschen davor bewahren können, von schlechten Ärzten verletzt zu werden. Seither hat sich die Medizin jedoch verbessert und hilft heute viel mehr, als sie den Menschen schadet. Homöopathen sind auch dafür bekannt, dass sie ihren Patienten raten, keine Medikamente wie Antibiotika und Impfstoffe einzunehmen, die gefährliche Krankheiten heilen (oder sie davor bewahren könnten).