James Tobin (5. März 1918 - 11. März 2002) war ein amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler. Außerhalb der akademischen Welt wurde Tobin durch seinen Vorschlag einer Steuer auf Devisentransaktionen, die heute als "Tobin-Steuer" bekannt ist, weithin bekannt. Diese sollte die Spekulation auf den Devisenmärkten, die er als unproduktiv erachtete, eindämmen. Er schlug auch vor, dass das durch die Steuer gewonnene Geld zur Finanzierung von Projekten zugunsten von Ländern der Dritten Welt oder zur Unterstützung der Vereinten Nationen verwendet werden könnte.

Tobins wissenschaftliche Arbeit umfasste bahnbrechende Beiträge zur Untersuchung von Investitionen, Geld- und Finanzpolitik und Finanzmärkten. Er förderte und entwickelte die Ideen der keynesianischen Ökonomie. Er war der Ansicht, dass Regierungen in die Wirtschaft eingreifen sollten, um die Produktion zu stabilisieren und Rezessionen zu vermeiden.