• Journal bezeichnet allgemein ein schriftliches Medium; Beispiele dafür sind:
    • eine wissenschaftliche Zeitschrift – ein regelmäßig erscheinendes Fachperiodikum mit Artikeln, Studien und Rezensionen.
    • ein Tagebuch – eine persönliche, meist chronologische Aufzeichnung von Erlebnissen, Gedanken und Beobachtungen.
    • eine Literaturzeitschrift – ein dem Bereich Literatur gewidmetes Periodikum mit Aufsätzen, Gedichten und Kurzprosa.
    • eine Tageszeitung – ein regelmäßig (meist täglich) erscheinendes Nachrichtenmedium für ein breites Publikum.

    Im allgemeinen Sprachgebrauch wird das Wort Journal sowohl für wissenschaftliche Fachzeitschriften als auch für persönliche Aufzeichnungen benutzt; im Englischen entspricht es oft dem Begriff "journal".

  • Maschinenbau – Zapfen (Journal): der Abschnitt einer rotierenden Welle, der ein Gleitlager berührt und sich darin dreht.

    In der Technik spricht man vom Journal oder Lagerzapfen, der die Lagerstelle bildet und die Kraftübertragung sowie die Lagerführung übernimmt. Für dieses Bauteil sind Genauigkeit, Oberflächenbeschaffenheit und Schmierung von entscheidender Bedeutung, um Verschleiß und Reibung zu minimieren.

  • Bergbaujournal: eine systematische Aufzeichnung, die die Schichten beschreibt, durch die ein Bergwerksschacht verläuft (siehe Schachtbergbau).

    Solche Journale dienen der Dokumentation geologischer Lagerungsverhältnisse, der Verläufe von Strecken und Schächten sowie als Arbeitsgrundlage für Planung und Sicherheit im Bergbau.

  • Journalbuchung: eine Buchhaltungstransaktion im System der doppelten Buchführung.

    Unter einer Journalbuchung versteht man die erstmalige, chronologische Erfassung eines Geschäftsvorfalls im Journal (auch: Grundbuch). Jede Buchung enthält mindestens die Angabe von Konto(s), Soll- und Haben-Beträgen sowie Datum und Buchungstext. Die Einträge werden später in Hauptbücher (Konten) übernommen.

Weitere Hinweise

Wortherkunft: Das Wort „Journal“ geht auf französisch journal zurück (ursprünglich ‚täglich‘) und ist verwandt mit dem lateinischen diurnalis. Deshalb taucht der Begriff historisch oft in Bedeutungen auf, die mit täglichen Aufzeichnungen oder periodischen Erscheinungsformen verbunden sind.

Abgrenzung: Während im Deutschen Zeitschrift häufig für periodisch erscheinende Publikationen verwendet wird, kann Journal formeller klingen und wird besonders in wissenschaftlichen oder technischen Zusammenhängen benutzt. Tagebuch betont die persönliche, oft private Natur einer Aufzeichnung.

Beispiele für die Verwendung:

  • „Sie hat ihren Artikel in einem renommierten wissenschaftlichen Journal veröffentlicht.“
  • „Im Journal des Bergwerks wird die Abfolge der Gesteinsschichten dokumentiert.“
  • „Die Journalbuchung für den Zahlungseingang wurde gestern durchgeführt.“
  • „Der Lagerzapfen (Journal) muss regelmäßig geschmiert werden, um Schäden zu vermeiden.“

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