Jurisprudenz ist die Theorie und Philosophie des Rechts. Gelehrte der Rechtswissenschaft oder Rechtsphilosophen erhoffen sich ein tieferes Verständnis der Natur des Rechts, der rechtlichen Argumentation, der Rechtssysteme und der Rechtsinstitutionen. Mit der Entwicklung der Rechtswissenschaft gibt es drei Hauptaspekte, mit denen sich das wissenschaftliche Schreiben beschäftigt:
- Naturrecht ist die Vorstellung, dass es unveränderliche Naturgesetze gibt, die uns regieren, und dass unsere Institutionen diesem Naturrecht entsprechen sollten
- Die analytische Rechtswissenschaft stellt Fragen wie: "Was ist Recht? "Was sind die Kriterien für die Rechtsgültigkeit" oder "Was ist die Beziehung zwischen Recht und Moral" sind weitere Fragen, mit denen sich Rechtsphilosophen beschäftigen können.
- Die normative Rechtswissenschaft fragt, wie das Recht aussehen sollte. Sie überschneidet sich mit moralischen und politischen Philosophien und schließt Fragen ein, ob wir dem Gesetz gehorchen sollten, aus welchen Gründen Gesetzesbrecher angemessen bestraft werden könnten, wie der richtige Gebrauch und die Grenzen der Regulierung aussehen sollten
Die moderne Rechtswissenschaft und Rechtsphilosophie wird heute vor allem von westlichen Wissenschaftlern dominiert. Die Ideen der westlichen Rechtstradition sind in der ganzen Welt so weit verbreitet, dass es verlockend ist, sie als universell zu betrachten. Historisch gesehen haben jedoch viele Philosophen aus anderen Traditionen die gleichen Fragen diskutiert, von islamischen Gelehrten bis zu den alten Griechen.