Der LaMia Airlines-Flug 2933 war ein von LaMia durchgeführter Flug, der in der Nähe der Stadt Medellín in Kolumbien abstürzte. Das Flugzeug beförderte Spieler der Fußballmannschaft Chapecoense. Das Flugzeug hatte die Flugzeugkennung CP-2933. Das Flugzeug stürzte am 28. November 2016 gegen 22.00 Uhr Ortszeit ab. Bei dem Absturz kamen 71 Menschen ums Leben. Sieben Menschen überlebten ursprünglich den Absturz. Einer der Überlebenden, ein Torwart namens Danilo, starb jedoch wenige Stunden nach dem Absturz des Flugzeugs. Die drei Spieler von Chapecoense, die überlebten, waren Alan Ruschel, Jakson Follmann und Neto.
Hintergrund und Flugzweck
Der Flug war ein Charterflug der bolivianischen Fluggesellschaft LaMia und transportierte die Mannschaft des brasilianischen Vereins Associação Chapecoense de Futebol zur ersten Partie des Finales der Copa Sudamericana 2016 in Medellín. An Bord befanden sich neben den Spielern und Betreuern auch Journalisten sowie die Besatzung. Insgesamt befanden sich 77 Personen an Bord.
Der Absturz
Das Flugzeug stürzte in den späten Abendstunden des 28. November 2016 in der bergigen Region nahe Medellín ab. Rettungskräfte und lokale Behörden erreichten die Absturzstelle und leiteten Bergungs- und Rettungsmaßnahmen ein. Trotz schneller Hilfsmaßnahmen kamen die meisten Insassen ums Leben; mehrere Verletzte wurden in Krankenhäuser der Region gebracht.
Opfer und Überlebende
- Insgesamt waren 77 Personen an Bord.
- 71 Menschen kamen bei dem Absturz ums Leben.
- Ursprünglich konnten sieben Menschen aus den Trümmern gerettet werden; einer davon, der Torwart Danilo, verstarb später an seinen Verletzungen, so dass letztlich sechs Überlebende blieben.
- Zu den Überlebenden gehörten die Chapecoense-Spieler Alan Ruschel, Jakson Follmann (der schwere Verletzungen erlitt und später ein Bein amputiert bekam) sowie Neto.
Ursachen und Ermittlungen
Unmittelbar nach dem Absturz wurden umfangreiche Ermittlungen durch kolumbianische und bolivianische Behörden sowie internationale Stellen eingeleitet. Die Untersuchungen ergaben als wesentliche Unfallursache einen Treibstoffmangel (Fuel exhaustion) infolge unzureichender Flugplanung und betrieblicher Mängel bei der Fluggesellschaft. Weitere festgestellte Probleme betrafen fehlerhafte Genehmigungs- und Betriebsabläufe sowie Organisationsdefizite bei LaMia.
Auf Grundlage der Ermittlungen leiteten bolivianische Behörden strafrechtliche Verfahren gegen Verantwortliche der Fluggesellschaft ein. LaMia stellte infolge des Unglücks den Flugbetrieb ein; verschiedene Sanktionen und rechtliche Schritte folgten.
Folgen und internationale Reaktionen
- Der Absturz löste weltweit Bestürzung und Trauer aus. Fußballverbände, Vereine und Fans kondolierten den Opfern und deren Angehörigen.
- Der Gegenspieler im Finale, Atlético Nacional, zeigte Solidarität und bat CONMEBOL darum, Chapecoense posthum zu ehren. CONMEBOL sprach Chapecoense später den Titel der Copa Sudamericana 2016 posthum zu.
- Viele Vereine boten dem Verein aus Chapecó Unterstützung an, etwa durch Spielerleihgaben und finanzielle Hilfe. In Brasilien und international gab es große Trauerfeiern und Gedenkveranstaltungen.
- Der Unfall führte zu Diskussionen über Sicherheitskontrollen bei Charterairlines, Überwachungs- und Zulassungspraktiken sowie die Einhaltung von Mindesttreibstoffreserven bei Langstreckenflügen in der Region.
Gedenken
Die Tragödie hinterließ in Chapecó, Brasilien, und in der Welt des Fußballs tiefe Spuren. Gedenkstätten, Andachten und Dauereinträge in Erinnerung an die Opfer wurden etabliert. Jährlich erinnern Vereine, Fans und Verbände an die Toten und widmen ihnen Ehrungen.
Die LaMia-Flug 2933-Katastrophe gilt als eine der schwersten Tragödien im internationalen Klubfußball und führte zu nachhaltigen Änderungen in der Diskussion um Flugsicherheit und die Verantwortung von Fluggesellschaften gegenüber Passagieren.




