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Mabel Cáceres – peruanische Journalistin, Gründerin, Chefredakteurin von El Búho

Mabel Cáceres — peruanische Journalistin, Gründerin & Chefredakteurin von El Búho; IWMF-Preis 2016 für Mut im Journalismus; engagierte Verteidigerin der Pressefreiheit in Peru.

Mabel Cáceres oder Mabel Cáceres Calderón ist eine peruanische Journalistin sowie Gründerin und Chefredakteurin von El Búho (Die Eule). Für ihren Einsatz für unabhängigen Journalismus und ihre Arbeit trotz anhaltender Einschüchterungen und juristischer Bedrohungen erhielt sie 2016 den Preis für Mut im Journalismus der International Women's Media Foundation.

Werdegang und frühe Repression

Cáceres arbeitete in verschiedenen Medienfunktionen in der Region Arequipa. 1999 war sie Direktorin eines lokalen Fernsehsenders, der zu einer Universität gehörte. In der politischen Atmosphäre der späten Fujimori-Jahre ordnete die Regierung unter Präsident Alberto Fujimori die vorübergehende Schließung dieses Senders an; der Betrieb wurde für etwa ein Jahr eingestellt. Diese Erfahrung mit staatlicher Zensur und Repression prägte Cáceres' Engagement für Pressefreiheit und unabhängige Berichterstattung.

Gründung von El Búho

Im Anschluss an diese Ereignisse gründete Cáceres gemeinsam mit einer Gruppe von Intellektuellen, Journalistinnen und Journalisten sowie Freundinnen und Freunden die Wochenzeitung El Búho. Das Projekt wurde bewusst als unabhängiges Medium konzipiert, das lokalen und regionalen Themen in Arequipa eine Stimme geben sollte — insbesondere investigative Recherchen, lokale Korruptionsfälle, Umweltthemen, Menschenrechte und Kultur.

Arbeitsweise und inhaltlicher Schwerpunkt

  • Unabhängiger Lokaljournalismus: El Búho positioniert sich als Watchdog für die Region, berichtet über Politik, Verwaltung und gesellschaftliche Missstände, die national oft wenig Beachtung finden.
  • Investigative Recherchen: Die Redaktion legt Wert auf gründliche Nachforschungen zu Korruption, Machtmissbrauch und Umweltproblemen.
  • Kulturelle und soziale Berichterstattung: Ergänzend zu harten Nachrichten fördert die Zeitung lokale Kultur, Bildung und zivilgesellschaftliche Initiativen.
  • Print und digitale Präsenz: Ursprünglich als Wochenzeitung gestartet, hat El Búho im Lauf der Zeit auch Online-Angebote ausgebaut, um ein breiteres Publikum zu erreichen.

Bedrohungen, Rechtsdruck und Anerkennung

Als unabhängige Journalistin und Chefredakteurin war Cáceres wiederholt Einschüchterungen, Drohungen und juristische Maßnahmen ausgesetzt — Methoden, die in vielen Ländern genutzt werden, um kritische Medien zum Schweigen zu bringen. Die Auszeichnung der International Women's Media Foundation würdigte insbesondere ihren Mut, trotz dieser Widrigkeiten weiter investigativ und kritisch zu berichten.

Bedeutung und Vermächtnis

Mabel Cáceres gilt als bedeutende Stimme für regionale Medien in Peru. Sie repräsentiert nicht nur journalistische Unabhängigkeit in einer Zeit politischer Spannungen, sondern ist auch ein Vorbild für Journalistinnen und Journalisten, die in lokalen Redaktionen arbeiten. Ihr Engagement hat dazu beigetragen, das Bewusstsein für die Bedeutung freier Medien als Grundlage demokratischer Kontrolle zu stärken und den öffentlichen Diskurs in Arequipa und darüber hinaus zu beeinflussen.

Leben

Mabel Cáceres studierte von 1984 bis 1990 Journalismus, Kommunikation und verwandte Studiengänge an der Katholischen Universität Santa María in Arequipa, Peru. Im Jahr 1997 erhielt sie einen Master-Abschluss in Kommunikations- und Medienwissenschaften an der Päpstlichen Katholischen Universität von Peru in Lima, Peru.

Karriere

1989 begann Cáceres für die Zeitung Correo zu arbeiten. 1991 arbeitete sie bei der Zeitung Arequipa al Día. Von 1992 bis 1999 war sie Generaldirektorin des Proyecto TV UNSA an der Universidad Nacional de San Agustín. Von 2006 bis 2011 war sie Direktorin der politisch-kulturellen Fernsehsendung "Contrastes" auf Kanal 53, TV MUNDO, in Arequipa. Im Jahr 2000 wurde sie in Zusammenarbeit mit dem Dichter Alonso Ruiz Rosas und dem Schriftsteller Ody Gonzales Direktorin von El Búho in Arequipa. Gemeinsam gründeten sie El Búho als Wochenzeitung.

Cáceres ist 16 Mal wegen Verleumdung verklagt worden und hat alle Klagen gewonnen. Einige der Herausgeber erhielten Urteile, die jedoch vom Obersten Gerichtshof aufgehoben wurden. Das Institut für Presse und Gesellschaft (IPYS) sorgt für die Rechtsverteidigung von El Búho, weil es die Klagen gegen die Wochenzeitung für einen Angriff auf die Pressefreiheit und die Demokratie hält.

Geld war immer ein Problem. Da das Magazin dem örtlichen Bergbauunternehmen Cerro Verde sowie der Regionalregierung oft kritisch gegenübersteht, schaltet es keine Anzeigen in der Zeitschrift. Im Jahr 2001 stellte El Búho die Herausgabe für einen Monat ein, weil sie die Rechnungen nicht bezahlen konnten. Ein Zuschuss von einer internationalen Agentur hielt sie bis 2011 am Leben, als sie von einem wöchentlichen auf ein Zeitschriftenformat zurückschrauben mussten. El Búho TV wurde auf dem Fernsehkanal Viva TV in Arequipa ausgestrahlt, bis der Sender auf Druck von Politikern und Werbetreibenden eingestellt wurde. Heute wird das Programm auf einem YouTube-Kanal fortgesetzt.

Auszeichnungen

  • 100 Informationshelden von Reporter ohne Grenzen (2016)
  • Preis für Mut im Jouranlismus (2016)

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Autor

AlegsaOnline.com Mabel Cáceres – peruanische Journalistin, Gründerin, Chefredakteurin von El Búho

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