Die News Corporation (oder "News Corp.") war ein australisches und später amerikanisches Massenmedienunternehmen. Sie hatte ihren Sitz in New York City, New York. Es war das zweitgrößte Medienunternehmen der Welt, was die Einnahmen im Jahr 2011 betrifft, und das drittgrößte Unternehmen der Welt im Bereich Unterhaltung im Jahr 2009.

Die News Corporation wurde 1979 in Adelaide von Rupert Murdoch gegründet. Sie wurde nach südaustralischem Handelsrecht gegründet, bis das Unternehmen 2004 in die Vereinigten Staaten umzog. Nachdem die Aktionäre am 12. November 2004 dem Umzug zugestimmt hatten, wurde sie nach dem Recht des US-Bundesstaates Delaware neu gegründet. Es handelte sich um ein börsennotiertes Unternehmen, das an der NASDAQ notiert war. Murdoch blieb bis zum Ende des Unternehmens im Jahr 2013 Vorstandsvorsitzender und Chief Executive Officer des Unternehmens.

Zu ihren wichtigsten Beteiligungen gehörten News Limited, News International (zu deren Besitztümern The Times, The Sun und die inzwischen geschlossene News of the World gehören), Dow Jones & Company (Eigentümer von The Wall Street Journal), der Buchverlag HarperCollins und die Fox Entertainment Group (Eigentümer des 20th Century Fox-Filmstudios und der Fox Broadcasting Company).

Die News Corporation wurde am 28. Juni 2013 in zwei verschiedene Unternehmen aufgeteilt. Beide sind börsennotierte Unternehmen: 21st Century Fox besteht hauptsächlich aus Fernseh- und Medienvermögen, während sich eine neue News Corp auf das Verlagswesen konzentriert.

Geschichte und Expansion (1979–2004)

Rupert Murdoch gründete die News Corporation 1979 in Adelaide als Ausgangspunkt für die Expansion in Zeitungen, Fernsehen und schließlich Buchverlage und Filmstudios. In den folgenden Jahrzehnten wuchs das Unternehmen weltweit durch Zukäufe und eigene Gründungen. Wichtige Schritte waren der Ausbau der australischen und britischen Zeitungsaktivitäten (The Times, The Sun u. a.), der Aufbau von Fernseh- und Produktionskapazitäten sowie der Eintritt in den US-Markt.

2004 entschieden die Aktionäre auf einem Treffen, den rechtlichen Sitz in die USA zu verlegen; die Neugründung in Delaware erfolgte nach dem 12. November 2004. Dieser Schritt erleichterte den Zugang zu US-Kapitalmärkten und vereinfachte die Struktur des Konzerns im Hinblick auf internationale Geschäfte.

Wichtige Beteiligungen und Geschäftsbereiche

Die News Corporation war ein breit diversifizierter Medienkonzern. Zu den Kernbereichen gehörten:

  • Zeitungen und Zeitschriften: Traditionelle Presse in Australien, Großbritannien und den USA über Beteiligungen wie News Limited und News International (mit Titeln wie The Times und The Sun).
  • Finanzmedien: Dow Jones & Company, Eigentümer des The Wall Street Journal), übernommen 2007.
  • Buchverlag: HarperCollins, einer der großen internationalen Buchverlage.
  • Film und Fernsehen: Die Fox Entertainment Group (mit u. a. 20th Century Fox und der Fox Broadcasting Company).
  • Regionale und digitale Angebote: Online-Portale, Kabel- und Satellitenbeteiligungen sowie lokale Medienunternehmen in mehreren Ländern.

Skandale, Kritik und Folgen (2009–2012)

Ende der 2000er und Anfang der 2010er Jahre geriet die News Corporation in mehrere größere Kontroversen, die das Unternehmen politisch und finanziell stark belasteten. Besonders gravierend war der Abhör- und Telefon-Hacking-Skandal in Großbritannien, der 2011 öffentlich wurde und zur Schließung der Boulevardzeitung News of the World führte. Die Vorfälle lösten Ermittlungen, parlamentarische Untersuchungen (u. a. die Leveson Inquiry) sowie zahlreiche mediale Debatten über Presseethik und Regulierung aus.

Die Skandale führten zu personellen Konsequenzen innerhalb des Konzerns, zu großen juristischen und finanziellen Belastungen und trugen zur Entscheidung bei, die Unternehmensstruktur zu überdenken und letztlich die Aufspaltung vorzubereiten.

Aufspaltung 2013: Gründe und Ergebnis

Am 28. Juni 2013 wurde die News Corporation formal in zwei an der Börse gehandelte Unternehmen getrennt. Hauptgründe für die Aufspaltung waren die unterschiedliche wirtschaftliche Dynamik der Geschäftsfelder (stark wachsende, kapitalintensive Film- und Fernsehsparte vs. schrumpfender, aber margenstarker Verlagsbereich) sowie der Wunsch, die Risiken getrennt zu betreiben und den jeweiligen Aktionären klarere Investment-Optionen zu bieten.

Das Ergebnis war die Aufteilung in:

  • 21st Century Fox: Übernahm vor allem die Film- und Fernsehsparte, einschließlich Produktionsstudios, Netzwerke und ähnliche Medienaktivitäten.
  • News Corp (neue Gesellschaft): Konzentrierte sich auf Verlagswesen, Zeitungen, Buchverlage und verwandte Geschäftsbereiche.

Unternehmensstruktur, Börsennotierung und wirtschaftliche Bedeutung

Vor der Aufspaltung war die News Corporation ein börsennotiertes Unternehmen mit Notierung an der NASDAQ. Sie zählte zu den größten Medienkonzernen weltweit, gemessen an Umsatz und Marktbedeutung. Die Platzierungen in den Rankings (z. B. zweitgrößtes Medienunternehmen nach Einnahmen 2011) spiegeln die globale Reichweite und Diversifikation des Konzerns wider.

Nachwirkungen und Bedeutung

Die Aufspaltung markierte das Ende der News Corporation in ihrer ursprünglichen Form, ihre Nachfolgegesellschaften setzten die Geschäftstätigkeiten in ihren jeweiligen Bereichen fort. Beide neuen Unternehmen blieben wichtige Akteure in der Medienlandschaft. Der Fall News Corporation wird in Wirtschaft und Medienpolitik häufig als Beispiel für die Herausforderungen großer, diversifizierter Medienkonzerne genannt: regulatorische Risiken, Reputationsschäden durch journalistische Fehltritte und die Notwendigkeit, digitale Umbrüche und traditionelle Geschäftsmodelle zu trennen.

Rupert Murdoch prägte das Unternehmen über mehr als drei Jahrzehnte und beeinflusste damit weltweit Medienmärkte und die journalistische Landschaft in mehreren Ländern. Die Periode von 1979 bis 2013 zeigt sowohl das Wachstumspotenzial globaler Medienkonzerne als auch die Verwundbarkeit gegenüber ethischen und rechtlichen Fehlentwicklungen.