Op-Art ist ein Malstil, der sich optischer Täuschungen und anderer Arten ungewöhnlicher optischer Effekte bedient. Victor Vasarely, ein ungarischer Künstler, war vielleicht der erste, der dieses Thema in den 1930er Jahren regelmäßig verwendete. In den 1960er Jahren wurde Bridget Riley zu einer der bekanntesten Op-Künstlerinnen der Welt. Sie spezialisierte sich auf die Effekte, die durch eng anliegende Linien erzeugt werden. Jesús Rafael Soto verwendete bewegliche Elemente und verband so Op Art mit kinetischen (bewegten) Strukturen.
Die Idee der visuellen Illusionen und Effekte faszinierte andere Künstler und Intellektuelle. Der berühmte niederländische Künstler M.C. Escher zeichnete unmögliche Strukturen, die mit Hilfe von visuellen Illusionen funktionierten. Der Kunsthistoriker Ernst Gombrich schrieb eine detaillierte Studie über visuelle Effekte in der Kunst. Der Psychologe Richard Gregory verbrachte einen Großteil seiner Karriere damit, zu untersuchen, warum der Verstand Illusionen sieht.


