Pampa-Windprojekt: Pickens' 4.000-MW-Windpark im Texas Panhandle
Pampa-Windprojekt: T. Boone Pickens’ geplantes 4.000‑MW-Windpark-Megaprojekt im Texas Panhandle – Chancen, Übertragungsprobleme und Mesa Power’s Zukunftspläne.
T. Boone Pickens, ein ehemaliger Ölmann aus Texas, plante im Rahmen des Pickens-Plan den Bau des bislang größten geplanten Windparks der Welt, das so genannte Pampa-Windprojekt. Entwickelt werden sollte das Projekt von Mesa Power, dem Energieunternehmen von Pickens. Die ursprünglich vorgeschlagene Anlage hätte eine Nennleistung von 4.000 MW erreicht und wäre in der Nähe von Pampa im Texas Panhandle errichtet worden. Das Vorhaben erstreckte sich über rund 400.000 Hektar in fünf Grafschaften im Osten des geplanten Gebiets und sollte genug Strom für etwa 1,5 Millionen Durchschnittshaushalte liefern.
Kontext und Bedeutung
Zum Zeitpunkt der Planung wäre das Pampa-Projekt der größte Windpark in den Vereinigten Staaten gewesen. (Die größte in Betrieb befindliche US-Anlage war damals das Horse Hollow Wind Energy Center mit einer Kapazität von 736 MW – Stand Mai 2008.) Ein Windpark dieser Größenordnung sollte nicht nur erhebliche Mengen CO2 einsparen, sondern auch lokale Investitionen, Bau- und Wartungsarbeitsplätze sowie Pachteinnahmen für Landbesitzer bringen. Gleichzeitig zeigte das Projekt die Herausforderungen, die mit sehr großen, dezentralen erneuerbaren Energieparks verbunden sind: insbesondere die Notwendigkeit umfangreicher Übertragungsinfrastruktur und Finanzierungslösungen.
Übertragungsleitungen und Finanzierungsdebatte
Windstandorte im Texas Panhandle liegen häufig weit entfernt von großen Verbrauchszentren. Um erzeugten Strom dorthin zu transportieren, wo er gebraucht wird, sind leistungsfähige elektrische Übertragungsleitungen nötig. Über diese Leitungen entbrannte eine politische Debatte: Sollen die Kosten von den Windparkbetreibern (Entwicklern) getragen werden, oder sollen die Kosten über die Stromverbraucher (Netzgebühren) umgelegt werden? Am 17. Juli 2008 entschied die Texas Public Utilities Commission (PUC), dass die Gebührenzahler insgesamt 4,93 Milliarden US-Dollar für den Bau dieser Leitungen tragen sollten, um die Windparks im Texas Panhandle an das texanische Netz anzuschließen. Diese Entscheidung setzte ein texanisches Gesetz aus dem Jahr 2005 um, das darauf abzielte, neue Windenergieprojekte durch gezielten Ausbau der Übertragungsinfrastruktur zu fördern (bekannt als Initiative zur Schaffung von Übertragungszonen für erneuerbare Energien). Befürworter argumentierten, dass eine solche Kostenverteilung schnellen Ausbau und Investitionen ermögliche; Kritiker wiesen auf das erhöhte Risiko und die Belastung der Verbraucher hin.
Verzögerungen, Teilstornierungen und aktueller Stand
Am 2. März 2009 gab Mesa Power bekannt, an der ersten Phase des Projekts zu arbeiten. Kurz darauf kam es jedoch zu erheblichen Verzögerungen: Mesa kündigte 120 von 197 Windpachtverträgen und verschob die Arbeit an späteren Projektphasen. Im Juli 2009 erklärte das Unternehmen, das Projekt sei nicht gestrichen, aber auf unbestimmte Zeit verschoben; Gründe waren fehlende Übertragungskapazität zum Standort und ein ungünstiger Kreditmarkt. Mesa Power kündigte an, das Pampa-Windparkprojekt wieder aufzunehmen, sobald die für das Gebiet geplanten Übertragungsleitungen fertiggestellt seien – ursprünglich peilte man das Jahr 2013 als möglichen Zeitpunkt für eine Wiederaufnahme an. In der Zwischenzeit wurden die von Mesa erworbenen Turbinen (insgesamt 667) zur Errichtung mehrerer kleinerer Windparks und Projekten anderswo verwendet.
Auswirkungen und Lehren
Obwohl das Pampa-Projekt letztlich nicht in der ursprünglich geplanten Form umgesetzt wurde, hatte die Debatte um Finanzierung und Übertragungsinfrastruktur nachhaltige Auswirkungen auf den Ausbau der Windenergie in Texas. Die Entscheidung zur Finanzierung großer Übertragungsstränge trug dazu bei, dass das texanische Netz (unter Federführung von ERCOT und mit staatlicher Unterstützung) umfassende Leitungsprojekte realisierte, die das Ausbaupotenzial für Windenergie in ressourcenstarken, aber abgelegenen Regionen erhöhten. Das Pampa-Beispiel zeigt deutlich, dass der Ausbau erneuerbarer Energien nicht nur aus Fragen der Turbinentechnik besteht, sondern ebenso von Planung, Netzkapazität, Finanzierung und politischem Willen abhängt.
Fragen und Antworten
F: Wie lautet der Name von T. Boone Pickens' Windparkprojekt?
A: Der Name des Windparkprojekts von T. Boone Pickens ist Pampa Wind Project.
F: Wo wird das Pampa-Windprojekt angesiedelt sein?
A: Das Pampa Wind Project wird sich in der Nähe von Pampa, Texas, im Texas Panhandle befinden und 400.000 Acres in fünf Bezirken umfassen.
F: Wie viel Strom wird das Pampa Wind Project erzeugen?
A: Die geplante 4.000 MW-Anlage des Pampa Wind Project wird genug Strom für 1,5 Millionen durchschnittliche Haushalte liefern.
F: Wann war geplant, dass es der größte Windpark in den Vereinigten Staaten wird?
A: Es war geplant, dass es nach seiner Fertigstellung im Mai 2008 der größte Windpark in den Vereinigten Staaten sein würde.
F: Wer sollte für den Bau von Stromübertragungsleitungen zahlen, die Windparks mit den Stromverbrauchern verbinden?
A: Am 17. Juli 2008 entschied die Texas Public Utilities Commission, dass die Steuerzahler 4,93 Milliarden Dollar für den Bau von Stromübertragungsleitungen zahlen müssen, die Windparks mit den Stromverbrauchern verbinden.
F: Wann hat Mesa Power angekündigt, dass sie an Phase eins ihres Projekts arbeiten?
A: Am 2. März 2009 gab Mesa Power bekannt, dass sie an der ersten Phase ihres Projekts arbeiten.
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