Die Azukibohne ist eine Art rotbraun gefärbte Bohne. Sie kann auch adzuki buchstabiert werden. Die Bohne wird in Ostasien und im Himalaja angebaut. Sie wird oft in Zucker gekocht, um eine rote Bohnenpaste herzustellen. Diese Paste wird in der chinesischen, koreanischen und japanischen Küche verwendet. Azuki-Bohnen werden an vielen Orten in der Welt gegessen. Besonders in Japan, China, Korea und Vietnam werden Azuki-Bohnen in süßen Mahlzeiten, Snacks und Gerichten verwendet. Azuki-Bohnen haben eine lange und abwechslungsreiche Geschichte und es gibt viele Rezepte.
Kurzporträt und Herkunft
Die Azukibohne (wissenschaftlich Vigna angularis) ist eine kleine, meist rotbraune Hülsenfrucht. Sie stammt ursprünglich aus Ostasien und den Bergregionen des Himalaja, wo sie seit Jahrhunderten kultiviert wird. Heute werden Azukibohnen vor allem in Japan, China, Korea, Vietnam und in Teilen Südostasiens angebaut, aber auch in anderen Regionen mit geeigneten klimatischen Bedingungen.
Beschreibung und Sorten
Azukibohnen sind kleiner als viele andere Bohnenarten, haben eine strukturierte Oberfläche und eine charakteristische rötlich-braune Farbe. Es gibt mehrere Sorten und Farbvarianten, darunter helle, dunkle und sogar schwarze Formen. Geschmacklich sind sie leicht nussig und süßlich, weshalb sie sich besonders gut für süße Zubereitungen eignen.
Verwendung in der Küche
Die wohl bekannteste Verwendung ist die Herstellung der roten Bohnenpaste (Anko), die in vielen ostasiatischen Süßspeisen vorkommt. Wichtige Anwendungen sind:
- Wagashi (japanische Süßigkeiten): Mochi, dorayaki, taiyaki, manju und andere Füllungen mit tsubu-an (stückig) oder koshi-an (fein passiert).
- Japanisches Festessen: Sekihan – Klebreis mit Azukibohnen, traditionell zu Feierlichkeiten serviert.
- Korea: Patbingsu (geshachter Eisbecher mit Azukipaste), patjuk (Rote-Bohnen-Brei/Porridge).
- China: Süße Bohnenfüllungen in Mondkuchen, Mantou (gedämpfte Brötchen) und Gebäck.
- Vietnam: Chè (süße Suppen/Desserts) mit roten Bohnen.
- Herzhafte Zubereitungen: In einigen Regionen werden Azukibohnen auch in kleineren Mengen für herzhafte Eintöpfe oder als Beilage verwendet.
Zubereitung und Grundrezepte
Grundregeln beim Kochen:
- Getrocknete Bohnen vor dem Kochen gut waschen und idealerweise 4–8 Stunden oder über Nacht einweichen. Kürzeres Einweichen (1–2 Stunden) verkürzt dennoch die Garzeit.
- In frischem Wasser weich kochen; im Topf dauert das je nach Alter der Bohnen 45–90 Minuten, im Schnellkochtopf etwa 15–25 Minuten.
- Für süße Pasten wird die Bohne zuerst weich gekocht, dann mit Zucker eingekocht und nach Bedarf fein passiert (koshi-an) oder grob belassen (tsubu-an).
Einfaches Rezept: Grund-Anko (süße rote Bohnenpaste)
- 200 g getrocknete Azukibohnen waschen und 6–8 Stunden einweichen.
- Abgießen, mit frischem Wasser bedecken und weich kochen (45–90 Minuten) oder im Schnellkochtopf garen.
- Wasser abgießen (einige Esslöffel Kochwasser zurückhalten), Bohnen mit 100–150 g Zucker und einer Prise Salz bei schwacher Hitze einkochen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Für koshi-an durch ein Sieb streichen, für tsubu-an so belassen.
Sekihan (kurze Anleitung)
- Azukibohnen kurz vorkochen, bis sie fast weich sind. Überschüssiges Wasser abgießen.
- Klebreis und vorgekochte Bohnen zusammen dämpfen; leicht salzen.
- Traditionell mit geröstetem Sesam und einer Prise Salz bestreuen.
Nährwerte und gesundheitliche Aspekte
Azukibohnen sind nährstoffreich: sie liefern pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe, B‑Vitamine sowie Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Kalium. Sie enthalten vergleichsweise wenig Fett und haben einen moderaten Kohlenhydratgehalt. Als Teil einer ausgewogenen Ernährung unterstützen sie die Verdauung durch Ballaststoffe und können langfristig zur Sättigung beitragen.
Wichtig: In stark zuckerhaltigen Zubereitungen (z. B. manche Pasten oder Desserts) gehen die gesundheitlichen Vorteile durch den hohen Zuckeranteil verloren. Personen mit Hülsenfruchtallergien sollten Vorsicht walten lassen; für die meisten Menschen sind Azukibohnen aber gut verträglich.
Einkauf, Lagerung und Substitute
- Getrocknete Azukibohnen: kühl, dunkel und luftdicht lagern – so halten sie 1–2 Jahre.
- Gekochte Bohnen: im Kühlschrank 3–4 Tage, eingefroren 2–3 Monate haltbar.
- Konserven: praktischer Ersatz, jedoch oft bereits gezuckert oder gesalzen; für Anko eignen sich ungesüßte Konserven.
- Substitute: Für herzhafte Rezepte können Bohnen wie Kidney- oder schwarze Bohnen verwendet werden; für süße Füllungen sind weiße Bohnen oder Kichererbsen mit Zucker eine Alternative, der Geschmack unterscheidet sich aber deutlich.
Praktische Tipps
- Wer Zeit sparen will, kann vorgegarte oder konservierte Azukibohnen verwenden; für traditionelle Texturen ist frische Zubereitung jedoch überlegen.
- Beim Einkochen von Anko Zucker erst zugeben, wenn die Bohnen vollständig weich sind – sonst dauert das Weichkochen länger.
- Für eine besonders glatte Paste Bohnen nach dem Kochen durch ein feines Sieb oder ein Passiergerät streichen.
- Varianten ausprobieren: mit Vanille, Salz, Mirin oder einer kleinen Menge Öl (z. B. Sesamöl) zusätzliche Aromennuancen erzielen.
Azukibohnen sind vielseitig und in vielen Küchen Asiens ein Grundbestandteil. Ob als süße Paste in traditionellen Desserts oder als herzhafte Beilage – mit ein paar Grundtechniken lassen sich viele klassische Rezepte leicht zu Hause nachkochen.