Rusudan Gotsiridze (Georgisch: რუსუდან გოცირიძე; geboren am 8. Februar 1975) ist Bischöfin der Evangelisch-Baptistischen Kirche Georgiens und eine bekannte politische Aktivistin für Frauenrechte. Für ihr Engagement erhielt Gotsiridze 2014 den International Women of Courage Award, eine Auszeichnung, die Frauen würdigt, die außergewöhnlichen Mut und Führungsstärke im Einsatz für Menschenrechte und Gleichberechtigung gezeigt haben.
Gotsiridze war die erste baptistische Bischöfin in Georgien. In dieser Rolle verbindet sie ihre religiöse Arbeit mit gesellschaftlichem Engagement: Sie setzt sich konsequent für die rechtliche und soziale Gleichstellung von Frauen ein und spricht sich öffentlich gegen körperliche Gewalt und häusliche Gewalt an Frauen aus. Zu ihren Initiativen gehört das Einleiten von Dialogen zwischen verschiedenen religiösen Gemeinschaften, um Spannungen abzubauen und den Schutz von religiösen Gruppen, um Missverständnisse zu verhindern sowie Minderheitsreligionen Unterstützung zu bieten.
Als eine der ersten führenden Persönlichkeiten aus dem religiösen Bereich in Georgien hat Gotsiridze sich außerdem öffentlich für die Rechte der LGBT-Gemeinschaft eingesetzt. Sie hat über die Bedeutung von Toleranz und Inklusion in der Gesellschaft gesprochen und auf internationalen Plattformen über die Lage religiöser Minderheiten berichtet. So trat sie beim sechsten Forum der Vereinten Nationen zu Minderheitenfragen auf und thematisierte dort die Situation religiöser Minderheiten in Georgien.
Gotsiridzes Arbeit hat national und international Aufmerksamkeit erzielt. Sie gilt als eine der prominenten Stimmen der politischen Zivilgesellschaft Georgiens, die religiöse Verantwortung mit Einsatz für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit verbindet. Ihr Einsatz hat Debatten angestoßen und das Bewusstsein für Gewaltprävention, Gleichberechtigung und den Schutz von Minderheiten in Georgien gestärkt. Gotsiridze setzt ihre Arbeit fort, indem sie Bildungs- und Dialogprojekte unterstützt und Kooperationen zwischen Kirche, Zivilgesellschaft und internationalen Institutionen fördert.
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