Seneca Falls 1848: Die Konvention, die die Frauenrechtsbewegung begann

Seneca Falls 1848: Wie die Konvention um Elizabeth Cady Stanton und Frederick Douglass die Frauenrechtsbewegung begann — Seneca Falls Declaration, Gleichheit, Freiheit und historische Veränderung.

Autor: Leandro Alegsa

Die Seneca Falls Convention war ein Treffen von Menschen, die sich für die Rechte der Frauen einsetzten. Sie fand am 19. und 20. Juli 1848 in Seneca Falls, New York, im Wesleyan Chapel statt. Organisiert wurde die Versammlung vor allem von Elizabeth Cady Stanton und Lucretia Mott. Viele der Anwesenden gehörten den Quäker an, einer Glaubensgemeinschaft, die für ihre relativ fortschrittlichen Ansichten zu Gleichheit und Bildung bekannt war.

Was beschlossen wurde

Elizabeth Cady Stanton verfasste die sogenannte "Declaration of Sentiments" (häufig auf Deutsch als Erklärung der Gefühle bezeichnet). Dieses Dokument war bewusst an die Wortwahl der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung angelehnt und listete Beschwerden und Forderungen gegen die rechtliche und gesellschaftliche Ungleichbehandlung von Frauen auf. Zu den wichtigsten Forderungen gehörten:

  • das Wahlrecht für Frauen (die umstrittenste Forderung auf der Konvention),
  • gleiche Rechte in Ehe und Familie, besonders beim Eigentum und bei Sorgerechten,
  • Zugang zu besserer Bildung und Erwerbsmöglichkeiten,
  • rechtliche Gleichstellung vor Gericht und bei Verträgen,
  • gerechte Bezahlung und gleiche berufliche Chancen.

Teilnehmer und Unterschriften

Die Versammlung zog Frauen und Männer an; unter den Rednern und Unterstützern war auch der Abolitionist Frederick Douglass, der besonders die Forderung nach dem Wahlrecht unterstützte. Am Ende unterzeichneten insgesamt etwa 100 Personen die Declaration of Sentiments — darunter 68 Frauen und 32 Männer. In späteren Berichten wurde das Dokument oft als "Seneca Falls Declaration" bezeichnet.

Bedeutung und Folgen

Die Seneca Falls Convention gilt als der Startpunkt der organisierten Frauenrechtsbewegung in den USA. Das Treffen selbst war nur der Anfang: in den folgenden Jahren fanden weitere Konferenzen (z. B. in Rochester) statt, und die Bewegung wuchs über Jahrzehnte. Führende Aktivistinnen wie Susan B. Anthony arbeiteten später eng mit Elizabeth Cady Stanton zusammen, um die Forderungen weiter zu verbreiten.

Langfristig trug die Bewegung, die bei Seneca Falls ihren Ausgang nahm, zur Abschaffung vieler diskriminierender Gesetze und schließlich zur Verabschiedung des 19. Verfassungszusatzes (1920) bei, der Frauen in den Vereinigten Staaten das Wahlrecht einräumte. Die Konvention bleibt deshalb ein wichtiges Symbol für den Kampf um Gleichberechtigung und Bürgerrechte.

Kurze Einordnung

Die Seneca Falls Convention war kein einmaliges Ereignis ohne Wirkung: sie machte öffentliche Forderungen nach gleichen Rechten sichtbar, verband Frauen über Regionen hinweg und inspirierte Generationen von Aktivistinnen und Aktivisten. Für das Verständnis der Frauenrechtsbewegung und der sozialen Reformen des 19. Jahrhunderts ist sie ein zentraler Bezugspunkt.

Hintergrund

Viele Frauen waren verärgert, dass sie nicht die gleichen Rechte wie Männer hatten. Sie konnten nicht wählen, Verträge unterzeichnen oder Eigentum kaufen. Wenn sie verheiratet waren, mussten sie alles Geld, das sie verdienten, ihren Ehemännern geben. Sie verdienten auch weniger Geld als Männer.





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