Siri: Apples virtuelle Assistentin in iOS – Funktionen & Geschichte
Siri: Entdecke Apples virtuelle Assistentin – Funktionen, Geschichte, Entwicklung von iPhone 4S bis iOS‑Updates, Vergleich zu Google Now & Co.
Siri ist eine virtuelle Assistentenanwendung, die in bestimmte iOS-Geräte eingebaut ist. Sie hört, was der Benutzer sagt und antwortet über Webdienste. Zuerst war Siri eine Anwendung im AppStore, aber Apple kaufte die Firma, die sie besaß, am 28. April 2010. Siri wird seit dem iPhone 4S von allen Geräten unterstützt und ist in allen iOS 5-Geräten außer dem iPad der dritten Generation enthalten. Als iOS 6 herauskam, bekam das iPad der dritten Generation Siri, ebenso wie das iPhone 5, iPod Touch (5. Generation), iPad der vierten Generation und iPad Mini.
Ein ähnliches System ist in Android (Google Now), Samsung (S-Voice) und Windows Phone (Microsoft Cortana) eingebaut.
Geschichte und Entwicklung
Siri begann als eigenständige App eines Start-ups, das natürliche Sprache und Web-Dienste zur Beantwortung von Nutzerfragen kombinierte. Nach der Übernahme durch Apple 2010 wurde Siri 2011 als zentrale Funktion des iPhone 4S eingeführt. Seitdem hat Apple Siri kontinuierlich erweitert und in weitere Systeme integriert: neben iPhone und iPad auch in macOS, watchOS, tvOS und HomePod sowie in CarPlay.
Wichtige Meilensteine:
- Integration in iOS-Geräte seit 2011 und sukzessive Erweiterung auf weitere Geräteklassen.
- Einführung von SiriKit, das Entwicklern erlaubt, bestimmte App-Funktionen per Siri zu nutzen (z. B. Messaging, Zahlung, Fahrdienste).
- Einführung von Siri Shortcuts (iOS 12), die komplexe Abläufe automatisierbar machen.
- Schrittweise Verlagerung einiger Sprachverarbeitungsfunktionen auf das Gerät selbst, um Latenz zu reduzieren und die Privatsphäre zu verbessern.
- Verbesserungen bei natürlichen Sprachmodellen, Spracherkennung und kontextuellen Antworten in den letzten iOS-Generationen.
Funktionen
Siri ist mehr als eine reine Sprachausgabe: Die Assistentin versteht natürliche Sprache, führt Aufgaben aus und greift auf verschiedene Dienste zu. Wichtige Funktionen sind unter anderem:
- Sprachsteuerung von Telefonfunktionen: Anrufe, Nachrichten, Erinnerungen, Kalendertermine.
- Geräte- und Systemeinstellungen: Helligkeit, WLAN, Timer, Wecker, App-Start.
- Integration mit Apps über SiriKit und Shortcuts: Navigation, Messaging, Zahlungen, Essensbestellungen oder Fahrdienste (je nach Unterstützung durch Drittanbieter-Apps).
- Smart-Home-Steuerung über HomeKit: Lampen, Thermostate, Schlösser und andere Geräte steuern.
- Informationssuche: Wetter, Sportergebnisse, Aktienkurse, allgemeine Wissensfragen (früher auch über Dienste wie Wolfram|Alpha).
- Diktat und Transkription: gesprochener Text wird in Nachrichten oder Notizen umgewandelt.
- Proaktive Vorschläge: Siri macht kontextabhängige Vorschläge auf dem Sperrbildschirm oder in Spotlight (z. B. Routenvorschläge based on Kalenderereignissen).
- Mehrere Aktivierungsarten: "Hey Siri" (Sprachaktivierung), lange Druck auf die Seitentaste/Home-Taste, Siri-Buttons auf Geräten oder per Kopfhörer.
- Barrierefreiheit: "Type to Siri" ermöglicht die Texteingabe anstatt Spracheingabe; außerdem individuelle Stimmauswahl und Anpassungen.
Geräteunterstützung und Verfügbarkeit
Siri ist auf allen modernen Apple-Geräten verfügbar: iPhone, iPad, Mac, Apple Watch, Apple TV und HomePod. Außerdem arbeitet Siri mit CarPlay zusammen, sodass viele Funktionen während der Fahrt per Sprachbefehl nutzbar sind. Die genaue Verfügbarkeit einzelner Funktionen kann je nach Gerät, iOS/macOS-Version und Land variieren.
Sprachen, Stimmen und Personalisierung
Apple bietet Siri in vielen Sprachen und Varianten an. Nutzer können zwischen verschiedenen Stimmen wählen und in neueren Versionen auch natürlichere, niederschwellige Stimmen aktivieren. Siri lernt auch aus dem Nutzerverhalten: sie erkennt Kontakte, bevorzugte Apps und Sprachmuster, um Antworten besser anzupassen.
Datenschutz und Sicherheit
Datenschutz ist bei Sprachassistenten ein zentrales Thema. Apple betont, dass Siri so viel wie möglich lokal auf dem Gerät verarbeitet, anonymisierte IDs nutzt und nur die notwendigen Daten an Server sendet. Nach Berichten über das Anhören von Sprachaufnahmen durch Dienstleister hat Apple 2019 Änderungen eingeführt: manuelle Überprüfungen wurden eingeschränkt, und Nutzer können die Option zum Teilen von Siri-Analysedaten deaktivieren. In den letzten iOS-Versionen wurde die lokale Verarbeitung weiter ausgebaut, um Privatsphäre und Reaktionsgeschwindigkeit zu verbessern.
Einschränkungen und Kritik
Obwohl Siri in vielen Bereichen nützlich ist, gibt es auch Begrenzungen:
- Die Fähigkeiten hängen stark von der Integration durch Drittanbieter-Apps (SiriKit) ab; nicht alle App-Funktionen sind per Siri verfügbar.
- Spracherkennung kann je nach Akzent, Sprache und Umgebungsgeräuschen variieren.
- Manche komplexen Anfragen benötigen noch immer Websuchen oder manuelle Nachbearbeitung.
- Kritik gab es wiederholt hinsichtlich Privatsphäre und der Art, wie Sprachdaten zur Verbesserung des Dienstes genutzt werden.
Ausblick
Apple investiert weiter in maschinelles Lernen und On-Device-Verarbeitung, was Siri schneller, genauer und datenschonender machen soll. Gleichzeitig wird die Integration in Drittanbieter-Ökosysteme und Smart-Home-Lösungen weiter ausgebaut. Die Entwicklung hin zu natürlicheren Konversationen und besserem Kontextverständnis dürfte Siri in Zukunft noch vielseitiger machen.
Suche in der Enzyklopädie