Gouvernorat Süd-Sinai: El Tor, Katharinenkloster & Sehenswürdigkeiten

Entdecken Sie Süd-Sinai: El Tor, das UNESCO-Katharinenkloster, Raithu-Kloster, Wadi Feiran und unberührte Wüstenlandschaften voller Geschichte und Abenteuer.

Autor: Leandro Alegsa

Das Gouvernorat Süd-Sinai ist ein Gouvernorat in Ägypten. Die Hauptstadt ist El Tor. Es hat von allen Gouvernoraten in Ägypten die wenigsten Einwohner und besteht überwiegend aus Wüsten- und Halbwüstengebiet. Es liegt auf der südlichen Hälfte der Sinai-Halbinsel und umfasst sowohl Küstenabschnitte am Roten Meer als auch bergiges Inland.

Das Katharinenkloster, ein Kloster der östlich-orthodoxen Kirche und UNESCO-Weltkulturerbe, liegt im zentralen Teil des Gouvernorats am Fuß des Berges Sinai (Gebel Musa). Das Kloster ist bekannt für seine alte Bibliothek mit wertvollen Handschriften und Ikonen sowie für die Tradition, dass sich dort der Ort des brennenden Dornbuschs befinden soll. Das Raithu-Kloster liegt in El Tor. Weitere wichtige Stätten im Gouvernorat sind das Wadi Mukattab und das Wadi Feiran.

Geographie und Natur

Süd-Sinai verbindet schroffe Gebirgszüge mit fruchtbaren Wadis (Flusstälern) und einer langen Küste am Roten Meer. Sichtbare Merkmale sind:

  • bergiges Zentrum mit dem Gebel Musa (Berg Sinai) und mehreren Gipfeln;
  • Oasen und Wadis wie das Wadi Feiran, das historische Siedlungs- und Landwirtschaftsaktivitäten ermöglicht;
  • Küstenzonen mit Korallenriffen, Buchten und Stränden, die zum Tauchen und Schnorcheln einladen.

Bevölkerung und Siedlungen

Die Bevölkerung ist dünn verteilt und besteht aus städtischen Zentren, kleinen Dörfern und verstreuten Beduinen-Gemeinschaften. Neben El Tor sind bekannte Orte und touristische Zentren:

  • Sharm el-Sheikh – internationales Touristenzentrum mit Flughafen;
  • Dahab – beliebter Ort für Taucher und Rucksackreisende;
  • Nuweiba und Taba – Küstenstädte mit Fährverbindungen und Grenznähe zu Jordanien/Israel.

Sehenswürdigkeiten und Kultur

Wichtigste Attraktionen und kulturelle Highlights im Gouvernorat:

  • Das Katharinenkloster – historisches Kloster und Wallfahrtsort mit wertvoller Bibliothek und Kunstwerken;
  • Berg Sinai (Gebel Musa) – Ziel zahlreicher Pilger und Wanderer; Sonnenaufgangstouren sind beliebt;
  • Wadi Feiran – größte Oase des Sinai mit historischer Bedeutung und traditionellen Siedlungen;
  • Wadi Mukattab – bekannt für Felsinschriften und archäologische Funde, interessant für Forscher und Wanderer;
  • Ras Mohammed Nationalpark und weitere geschützte Meeresgebiete – herausragende Tauch- und Naturschutzgebiete (vor allem entlang der Küste bei Sharm el-Sheikh).

Tourismus und Wirtschaft

Der Tourismus ist eine der wichtigsten Einnahmequellen, insbesondere Tauchen, Schnorcheln, Wüsten- und Kulturtourismus. Daneben spielen Fischerei, kleine Landwirtschaft in den Wadis und Dienstleistungen für Besucher eine Rolle. In den letzten Jahrzehnten wurden Infrastruktur und Hotels in Küstenorten ausgebaut, zugleich bemüht man sich um Schutz der empfindlichen Korallenriffe und um nachhaltigen Tourismus.

Verkehr und Erreichbarkeit

Süd-Sinai ist über mehrere Verkehrswege erreichbar:

  • Flughäfen, vor allem in Sharm el-Sheikh, verbinden die Region mit internationalen und nationalen Zielen;
  • Straßenverbindungen verbinden die Küstenorte und das Innere, wobei die Infrastruktur in manchen Gebieten spärlich ist;
  • Fähr- und Grenzverbindungen nach Jordanien und Israel existieren an den Küstenorten Nuweiba und Taba.

Klima

Das Klima ist überwiegend arid (wüstenartig). Die Küstengebiete am Roten Meer haben milde Winter und heiße, trockene Sommer; in den Bergen sind die Temperaturen kühler und es kann in höheren Lagen nachts deutlich abkühlen.

Geschichte und Bedeutung

Süd-Sinai hat eine lange religiöse und historische Tradition: Pilgerreisen zum Berg Sinai und die Präsenz alter Klöster prägen die religiöse Bedeutung der Region. Archäologische Stätten und Felsinschriften dokumentieren alte Handels- und Pilgerrouten. Die Kultur der ansässigen Beduinen ist bis heute für Besucher sichtbar und prägt lokale Bräuche und Handwerk.

Praktische Hinweise für Besucher

  • Respektieren Sie religiöse Stätten und lokale Bräuche, besonders beim Besuch von Klöstern und Dörfern;
  • Schützen Sie Korallenriffe: Berühren oder treten Sie nicht auf Korallen, verwenden Sie reef-sichere Sonnencremes;
  • Wasser, Schatten und Sonnenschutz sind in Wüstengebieten wichtig; in abgelegenen Regionen sollte man ausreichend Vorräte mitführen;
  • Informieren Sie sich vor Reisen über Sicherheits- und Reisehinweise; in einigen Grenzregionen gelten besondere Regelungen.

Städte und Gemeinden

  • Dahab
  • El Tor
  • Nuweiba
  • Heilige Katharina
  • Scharm El Scheich
  • Taba


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