Die Ronettes – New Yorker Girlgroup der 1960er: Hits & Beatles‑Tour
Die Ronettes: New Yorker Girlgroup der 1960er — Hits, Bandgeschichte und die einzigartige Beatles‑Tour 1966. Jetzt Erfolge und Anekdoten entdecken!
Die Ronettes waren eine amerikanische Mädchengruppe mit Sitz in New York City, die besonders in den frühen 1960er Jahren große Bekanntheit erreichte. Die Ursprünge der Gruppe liegen in Heranwachsenden, die ab 1959 in Spanish Harlem zusammen sangen. Stilbildend waren ihr glamouröses Auftreten — hohe Beehive‑Frisuren, auffälliges Augen‑Make‑up — und ihr kraftvoller, souliger Pop‑Sound.
Aus ursprünglich fünf Mitgliedern entstand die Formation Ronnie and the Relatives, die zu einem festen Act in der Peppermint Lounge avancierte. Berühmt ist die Anekdote, dass die Sängerinnen damals nur rund 10 Dollar pro Nacht und Mädchen verdienten, indem sie The Twist tanzten und im Verlauf der Show ein Lied sangen. Mit der Zeit wandelte sich der Name zu "The Ronettes" und die Gruppe wurde professionell unter Vertrag genommen.
Entscheidend für ihren Durchbruch war die Zusammenarbeit mit dem Produzenten Phil Spector. Unter seiner Regie entwickelten die Ronettes den berühmten "Wall of Sound"‑Productionstil: opulente Orchesterarrangements, dichte Chorflächen und ein kraftvolles Schlagzeug. Ihr prägnantester Hit ist "Be My Baby", der zum Klassiker der 1960er wurde und die Gruppe international bekannt machte. Weitere Bekanntheit brachten Titel wie "Baby, I Love You" und "Walking in the Rain".
In ihrer kurzen, aber intensiven Karriere erreichten die Ronettes mit mehreren Singles die US‑Charts: Insgesamt konnten sie acht Songs in den Billboard Top 100 platzieren. Eine besondere Station war die Tournee im August 1966: Die Ronettes waren die einzige weibliche Gesangsgruppe, die damals mit den Beatles auf Tour ging — ein Hinweis auf ihren Status in der Popwelt jener Zeit.
Die Gruppe löste sich 1967 auf. Anschließend verfolgten die einzelnen Mitglieder unterschiedliche Wege: Veronica "Ronnie" Spector (geb. Veronica Bennett) startete unter eigenem Namen eine Solokarriere und schrieb später ihre Erinnerungen; Estelle Bennett und Nedra Talley blieben dem Musikbusiness in unterschiedlichem Maße verbunden. Die Musik der Ronettes beeinflusste zahlreiche spätere Sängerinnen und Bands, und ihre Aufnahmen gelten heute als Meilensteine des Girl‑Group‑Sounds der 1960er.
Vermächtnis: Trotz der kurzen aktiven Zeit werden die Ronettes häufig als eine der stilprägenden Girlgroups der frühen Pop‑Ära genannt. Ihre Aufnahmen und ihr Bildstil — kombiniert mit Phil Spectors Produktion — prägen bis heute das Bild dieser Epoche und werden in Sammlungen, Radioprogrammen und Reissues regelmäßig gewürdigt.
.png)
Ronnie Spector im Jahr 1971
Einfluss von Phil Spector
Das Trio arbeitete ab 1963 mit Phil Spector zusammen. Veronica Bennett war von 1968 bis 1974 mit Phil Spector verheiratet und nahm beruflich seinen Namen an. Sie behauptete, er habe sie körperlich und geistig missbraucht. Ronnie gab in ihrer Autobiografie an, dass sie das Haus durch die geschlossene und verriegelte hintere Glasschiebetür verließ, ohne Schuhe, mit zerbrochenem Glas beim Verlassen des Hauses und mit zerschnittenen Füßen, als sie am Tor ankam. Sie kehrte nie zurück. Ronnie Spector reichte 1972 die Scheidung ein. Sie schrieb ein Buch über ihre Erfahrungen und sagte Jahre später: "Ich kann nur sagen, dass ich, als ich Anfang der 1970er Jahre ging, wusste, dass ich dort sterben würde, wenn ich damals nicht ginge". Sie und Spector trennten sich 1973 und ließen sich ein Jahr später scheiden. Im August 2011 gab Spector zu, dass sie in die Reha ging, um dem Zusammenleben mit Phil zu entgehen.
Top-Treffer
Der erste den Ronettes zugeschriebene Top-Hit war 1963 Be My Baby. Sie hatten bereits mehrere Hits aufgenommen, die herausgegeben und einer anderen Gruppe, den Crystals, zugeschrieben wurden. Walking in the Rain (Ronette-Version) gewann 1965 einen Grammy Award, und Be My Baby wurde 1999 in die Grammy Hall of Fame aufgenommen. Andere Hits waren Silhouettes, Baby, I Love You', (Der beste Teil von) Breakin' Up.
Suche in der Enzyklopädie