Tropensturm Beryl (2012) – Entstehung, Verlauf und Schäden in Kuba & USA
Tropensturm Beryl (2012): Entstehung, Verlauf & verheerende Schäden in Kuba und den USA – Überschwemmungen, Schlammlawinen und Küstensturmfolgen kompakt erklärt.
Tropensturm Beryl war ein kräftiger atlantischer Tropensturm und der zweite tropische Wirbelsturm der atlantischen Hurrikansaison 2012. Er entstand Anfang der Saison aus einem Tiefdruckgebiet und sorgte trotz vergleichsweise kurzer Lebensdauer für überschwemmungsbedingte Schäden und gefährliche Brandung an der US-Ostküste.
Entstehung und meteorologische Entwicklung
Beryl bildete sich am 26. Mai aus einem zuvor vorhandenen Tiefdrucksystem in der Nähe der Ostküste der Vereinigten Staaten. Zunächst wurde das System als subtropischer Sturm klassifiziert, da es merkmale beider Kategorien zeigte (ein breiteres Windfeld und teils frontal strukturierte Elemente). Durch anhaltende Konvektion und die Verlagerung über wärmere Meeresoberflächen wandelte sich das System rasch in einen klassischen tropischen Sturm um; am 27. Mai erfolgte die Aufwertung zu einem Tropensturm. Ein solcher Übergang ist gekennzeichnet durch eine kompaktere, wärmegetriebene Struktur und zunehmende organisierte Gewittertätigkeit in der Nähe des Zentrums.
Verlauf
Beryl zog in den Tagen nach der Bildung entlang der westlichen Randzone des Atlantiks und brachte großflächig erhöhte Wellen, starke Strömungen und kräftigen Regen mit sich. Die genaue Zugbahn variierte kurzzeitig, doch die Auswirkungen reichten von der Karibik bis zur US-Ostküste. Aufgrund der Nähe zum Kontinent und der mitgeführten Schauerbänder kam es lokal zu intensiven Regenfällen und Überflutungen.
Auswirkungen in Kuba
- Beryl löste in Teilen Kubas starke Regenfälle aus, die zu Überschwemmungen führten. Besonders betroffen waren Regionen mit steiler Topographie, wo starke Niederschläge Hangrutschungen und Schlammlawinen begünstigten.
- Bei einer solchen Schlammlawine wurden zwei Personen als vermisst gemeldet. Lokale Behörden führten Bergungs- und Suchmaßnahmen durch; genaue Angaben zu Verletzten oder Sachschäden variierten je nach Quelle.
- Zusätzlich kam es zu landwirtschaftlichen Schäden und lokalen Infrastrukturproblemen, etwa durch verschlammte Straßen und überflutete Häuser.
Auswirkungen in den USA
- An den Stränden von Florida, Georgia und South Carolina verursachte Beryl raue Brandung und starke rip currents (Strömungen). Solche Bedingungen sind besonders gefährlich für Badegäste und kleinere Boote.
- In South Carolina wurde eine Person als vermisst gemeldet – vermutlich infolge der gefährlichen Meeresbedingungen. In anderen Küstenregionen kam es zu lokalen Strandabsperrungen und Warnungen vor dem Baden.
- Weitere typische Folgen waren Küstenerosion, kleinere Überschwemmungen in tiefer gelegenen Küstenbereichen sowie Störungen im Schiffs- und Fährverkehr.
Reaktion, Warnungen und Schadenslage
Vor und während des Sturms gaben meteorologische Dienste und lokale Behörden Vorwarnungen heraus, insbesondere vor hoher Brandung, starken Strömungen und kräftigen Regenfällen. Küstenbereiche wurden zeitweise gesperrt, Rettungskräfte führten Vorsorgemaßnahmen durch, und Anwohner in besonders gefährdeten Tälern und an Flussufern wurden auf mögliche Überschwemmungen hingewiesen.
Konkrete, einheitliche Schadens- oder Kostenschätzungen liegen für Beryl nicht flächendeckend vor; die Auswirkungen waren regional unterschiedlich. Wichtig zu betonen ist, dass auch tropische Stürme, die nicht zu Hurrikanen werden, durch intensive Niederschläge und gefährliche Brandung erhebliche Gefahren bergen können.
Zusammenfassung
Beryl (Mai 2012) war ein früh in der Saison auftretender Tropensturm, der sich aus einem sub-/tropischen System entwickelte. Er führte in Kuba zu Überschwemmungen und einer Schlammlawine mit zwei Vermissten und erzeugte an der US-Ostküste gefährlich hohe Wellen und Strömungen mit mindestens einem Vermissten in South Carolina. Die Ereignisse zeigen, dass bereits tropische Stürme erhebliche lokale Gefahren durch Regen, Massenbewegungen und Brandung verursachen können.
Fragen und Antworten
F: Was war der Tropensturm Beryl?
A: Der Tropensturm Beryl war ein starker atlantischer Tropensturm.
F: Wann hat sich Beryl gebildet?
A: Beryl bildete sich am 26. Mai aus einem Tiefdruckgebiet.
F: Wo befand sich dieses Tiefdruckgebiet?
A: Das Tiefdruckgebiet befand sich in der Nähe der Ostküste der Vereinigten Staaten.
F: War Beryl ursprünglich ein subtropischer Sturm?
A: Ja, Beryl wurde zunächst als subtropischer Sturm beschrieben.
F: Warum wurde Beryl zu einem Tropensturm hochgestuft?
A: Beryl wurde am 27. Mai zu einem Tropensturm hochgestuft, weil er in wärmere Gewässer zog.
F: Was waren die Folgen von Beryl?
A: Beryl verursachte Überschwemmungen in Kuba und führte zu einer Schlammlawine, bei der zwei Menschen vermisst wurden. Außerdem verursachte er raue Brandung an den Stränden von Florida, Georgia und South Carolina, wobei eine Person in South Carolina als vermisst gemeldet wurde.
F: Wann hat sich Beryl ereignet?
A: Beryl trat während der atlantischen Hurrikansaison 2012 auf und war damit der zweite tropische Wirbelsturm der Saison.
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