Xerochrysum (oder Bracteantha) ist eine Gattung von Blütenpflanzen, die in Australien heimisch ist. Die Gattung wurde 1990 vom russischen Botaniker Nikolai Tzvelev aufgestellt; im folgenden Jahr wurde eine ähnliche Gruppe unter dem Namen Bracteantha beschrieben. Moderne DNA‑Analysen (eine Studie von 2002 zur Tribus Gnaphalieae) deuten darauf hin, dass die heute unter Xerochrysum zusammengefassten Arten nicht alle aus einer einzigen gemeinsamen Abstammungslinie stammen (die Gattung ist wahrscheinlich polyphyletisch). Das bedeutet vereinfacht: Einige Arten, etwa X. bracteatum und X. viscosum, sind genetisch weiter voneinander entfernt als ursprünglich angenommen und könnten näher mit anderen Gruppen verwandt sein.

Beschreibung

Die Pflanzen sind meist krautig, teils ausdauernd, teils einjährig, mit charakteristischen, papierartigen Hochblättern (Brakteen), die den Scheinblütenkorb umgeben. Diese trockenen, glänzenden Brakteen geben den Pflanzen den deutschen Namen „Strohblumen“. Die Blütenköpfe bestehen aus vielen kleinen Röhren- oder Zungenblüten und bleiben nach dem Trocknen lange erhalten, weshalb die Arten oft als Trockenblumen verwendet werden. Blätter und Stängel können unterschiedlich behaart oder klebrig (bei X. viscosum) sein.

Arten

Derzeit werden sieben Arten in der Gattung anerkannt:

  • Xerochrysum zweifarbig
  • Xerochrysum bracteatum (Strohblume oder Golden Everlasting; syn. Bracteantha bracteata)
  • Xerochrysum collierianum A.M.Buchanan & Schah.
  • Xerochrysum palustre (Immerwährender Sumpf)
  • Xerochrysum papillosum (Labill.) R.J.Bayer
  • Xerochrysum subundulatum (Alpiner Everlasting oder Orange Everlasting)
  • Xerochrysum viscosum (klebrig und unvergänglich)

Verbreitung und Lebensraum

Alle Arten sind in Australien beheimatet und kommen in einer Vielzahl von Lebensräumen vor: offene Grasländer, Küstengebiete, Heide, alpine Matten und feuchtere Sumpfgebiete (bei Arten wie X. palustre). Einige Arten haben weite Verbreitungsgebiete und sind häufig, andere sind lokal begrenzt und an spezielle Standorte angepasst.

Systematik und Forschung

Historisch wurden die Arten häufig in die große, überwiegend in der Alten Welt verbreitete Gattung Helichrysum gestellt. Die Abspaltung zu Xerochrysum erfolgte aufgrund morphologischer Merkmale; spätere molekulare Studien zeigen jedoch, dass die Grenzen zwischen den Gattungen komplexer sind. Die Forschung untersucht weiterhin, welche Arten zusammengehören und wie die Gattungen korrekt abgegrenzt werden sollten.

Nutzung und Kultivierung

Xerochrysum bracteatum ist die bekannteste Art in Kultur: sie wird weltweit als Zierpflanze angebaut und ist wegen ihrer farbigen, langlebigen Blüten sehr beliebt. Zuchtsorten (Kultivare) gibt es in vielen Farben und Wuchshöhen. Die Pflanzen sind allgemein pflegeleicht, trockenheitsverträglich und eignen sich gut für Beete, Töpfe, Schnitt und Trockenfloristik. Vermehrung erfolgt leicht aus Samen oder durch Stecklinge.

Erhaltung

Während einige Arten häufig und nicht gefährdet sind, können lokal vorkommende Arten durch Lebensraumverlust, Vernetzung von Habitaten und invasive Arten bedroht sein. Schutzmaßnahmen sind wichtig für Arten mit engen Verbreitungsgrenzen.

Die Gattung war früher in Helichrysum enthalten.

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Zuchtsorte von Xerochrysum bracteatum

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Xerochrysum‑viscosum