Sambia – Länderprofil: Geografie, Hauptstadt Lusaka, Geschichte & Politik

Sambia Länderprofil: Geografie, Hauptstadt Lusaka, Geschichte & Politik kompakt – Fakten, Kultur, Sehenswürdigkeiten und aktuelle Entwicklungen auf einen Blick.

Autor: Leandro Alegsa

Die Republik Sambia ist ein Land im südlichen Afrika. Sie ist ein Binnenstaat und grenzt im Norden an die Demokratische Republik Kongo, im Nordosten an Tansania, im Osten an Malawi, im Süden an Mosambik, Simbabwe, Botswana und Namibia und im Westen an Angola. Früher wurde das Gebiet als Nordrhodesien bezeichnet; der heutige Name Sambia leitet sich vom Sambesi-Fluss (Zambezi) ab. Das Land umfasst eine Fläche von etwa 752.000 km² und hat mehrere hoch gelegene Plateaus sowie ausgeprägte Trocken- und Regenzeiten.

Die Hauptstadt Sambias ist Lusaka, die zugleich die größte Stadt und das politische sowie wirtschaftliche Zentrum des Landes ist. Lusaka liegt im Süden des Landes und ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit wachsender städtischer Bevölkerung. Der amtierende Präsident ist Hakainde Hichilema (seit 2021). Zuvor war Edgar Lungu Präsident. Das nationale Motto lautet One Zambia, One Nation, und die Nationalhymne heißt Stand and Sing of Zambia, Proud and Free. Amtssprache ist Englisch, daneben werden zahlreiche einheimische Sprachen wie Bemba, Nyanja (Chewa), Tonga oder Lozi gesprochen.

Geografie

Sambia ist überwiegend von Plateaus geprägt (Höhen zwischen etwa 900 und 1.500 m). Wichtige Flusssysteme sind der Sambesi und seine Zuflüsse. Zu den größeren Seen und Stauseen zählen der Luapula- und der Mweru-See sowie der Stausee Lake Kariba, der an der Grenze zu Simbabwe liegt. Klimatisch herrscht überwiegend tropisches Savannenklima mit einer ausgeprägten Regenzeit (ungefähr November bis April) und einer Trockenzeit.

Hauptstadt Lusaka

  • Funktion: Sitz der Regierung, Verwaltung und vieler Botschaften; wirtschaftliches Zentrum mit Märkten, Industrie und Dienstleistungsektor.
  • Bevölkerung: Lusaka ist die größte Stadt des Landes; die Stadtbevölkerung wächst stark durch Binnenmigration aus ländlichen Regionen.
  • Infrastruktur: Gut ausgebaute Straßenverbindungen zu anderen Regionen Sambias sowie ein internationaler Flughafen; Herausforderungen bestehen weiterhin in der städtischen Infrastruktur und Versorgung.

Geschichte kurz

Die Region wurde seit Jahrhunderten von verschiedenen Völkern besiedelt und wurde im 19. und frühen 20. Jahrhundert zunehmend von europäischen Mächten beeinflusst. Unter britischer Verwaltung wurde das Gebiet als Nordrhodesien verwaltet. Sambia erlangte am 24. Oktober 1964 die Unabhängigkeit von Großbritannien; erster Präsident wurde Kenneth Kaunda. In den folgenden Jahrzehnten erlebte das Land Phasen einparteipolitischer Herrschaft (UNIP) und seit den 1990er Jahren die Rückkehr zu Mehrparteienwahlen. Die Geschichte ist geprägt von der Bedeutung des Kupferbergbaus, Unabhängigkeitsbewegungen und späteren Reformen zur Wirtschaftsöffnung.

Politik und Verwaltung

Sambia ist eine präsidiale Republik mit einem Präsidenten als Staats- und Regierungschef sowie einer Einkammer-Nationalversammlung (Legislative). Das Land ist in mehrere Provinzen gegliedert (aktuell zehn Provinzen), die weiter in Distrikte unterteilt sind. Wichtige politische Themen sind die Stärkung demokratischer Institutionen, Korruptionsbekämpfung, sozioökonomische Entwicklung und die Verwaltung natürlicher Ressourcen.

Wirtschaft

Die sambische Wirtschaft ist stark vom Bergbau abhängig, insbesondere von der Kupferproduktion, die einen großen Teil der Exporterlöse ausmacht. Daneben spielen Landwirtschaft (Subsistenz- und Marktproduktion), Energie (Wasserkraftwerke wie Kariba und Kafue Gorge), Forstwirtschaft und Tourismus (Wildparks, Viktoriafälle in Grenznähe) eine Rolle. Die Wirtschaft ist anfällig für Schwankungen der Rohstoffpreise; ein zentrales Ziel der Regierung ist wirtschaftliche Diversifizierung und Armutsminderung.

Bevölkerung, Sprache und Religion

  • Bevölkerung: Sambia hat mehrere Millionen Einwohner (im Laufe der 2020er Jahre rund 18–20 Millionen). Die Bevölkerung ist überwiegend jung.
  • Sprache: Englisch ist Amtssprache; darüber hinaus sind zahlreiche Bantusprachen wie Bemba, Nyanja, Tonga, Lozi, Kaonde u. a. weit verbreitet.
  • Religion: Die Mehrheit der Bevölkerung ist christlich, daneben gibt es traditionelle Glaubensformen und kleinere muslimische Gemeinschaften.

Naturschutz und Tourismus

Sambia verfügt über bedeutende Schutzgebiete und Nationalparks wie South Luangwa, Kafue und Lower Zambezi, die für Wildbeobachtung, Vogelwelt und Ökotourismus bekannt sind. Die Nähe zu den Viktoriafällen (Mosi-oa-Tunya) bei Livingstone macht die Region zu einem wichtigen Anziehungspunkt für internationale Besucher. Herausforderungen sind Wilderei, Umweltzerstörung und die Sicherung von Lebensgrundlagen für lokale Gemeinden.

Zusammenfassend ist Sambia ein politisch stabiles, rohstoffreiches Land des südlichen Afrika mit großer landschaftlicher Vielfalt, aber auch mit sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen, die weiterhin gezielte Entwicklungspolitik erfordern.

Die Flagge SambiasZoom
Die Flagge Sambias

Geschichte

Sambia stammte ursprünglich aus Nordrhodesien, das eine Kolonie Großbritanniens war. Im Jahr 1965 wurde Sambia ein unabhängiger Staat. Der erste Präsident war Kenneth Kaunda, der mit seiner Partei UNIP 30 Jahre lang Sambia regierte. Sambia war eine Einparteiendemokratie. Die UNIP war die einzige legale Partei, alle anderen Parteien waren verboten.

Nach Protesten wurden 1991 demokratische Wahlen abgehalten. Kenneth Kaunda verlor die Wahlen und gab seine Macht in geordneter Weise an seinen Nachfolger Frederick Chiluba, einen ehemaligen Gewerkschaftsführer, ab.

Sambia ist heute eine Mehrparteiendemokratie. Seit 1991 hat es drei demokratische Wahlen abgehalten. Die letzte Präsidentschaftswahl fand 2008 statt, die Rupiah Banda gegen Michael Sata gewann.

Wirtschaft

In den 1960er Jahren verdiente Sambia viel Geld wegen der Kupfervorkommen, die in der Provinz Copperbelt abgebaut wurden. Als Kupfer in den 1970er Jahren billiger wurde, verschlechterte sich die Wirtschaft, weil die Menschen in Sambia nicht mehr so viel Geld mit dem Verkauf von Kupfer verdienten.

Heute ist Sambia ein armes Land. Es hat nicht viele Industrien. Kupfer ist nach wie vor sein Hauptexport. Die kommerzielle Landwirtschaft in Sambia beginnt, mehr Geld zu verdienen.

Provinzen

Sambia ist in neun Provinzen unterteilt. Jede Provinz ist in mehrere Distrikte unterteilt. Insgesamt gibt es 72 Distrikte. Die Provinzen sind:

  • Zentral
  • Kupfergürtel
  • Östlich
  • Luapula
  • Lusaka
  • Muchinga
  • Nördlich
  • Nordwestlich
  • Südlich
  • Westlich

Städte

Die wichtigsten Orte in Sambia sind:

Städte in Sambia

Rang

Stadt

Bevölkerung[]

Provinz

Bild

Volkszählung 1980

Volkszählung 1990

Volkszählung 2000

Est. 2007

1.

Lusaka

735,830

1,069,353

1,684,703

2,146,522

Lusaka

2.

Ndola

297,490

367,228

397,757

467,529

Kupfergürtel

3.

Kitwe

283,962

288,602

363,734

409,865

Kupfergürtel

4.

Kabwe

127,422

154,318

176,758

193,100

Zentral

5.

Chingola

130,872

142,383

147,448

148,469

Kupfergürtel

6.

Mufulira

138,824

123,936

122,336

119,291

Kupfergürtel

7.

Livingstone

61,296

76,875

97,488

113,849

Südlich

8.

Luanshya

113,422

118,143

115,579

112,029

Kupfergürtel

9.

Kasama

36,269

47,653

74,243

98,613

Nördlich

10.

Chipata

33,627

52,213

73,110

91,416

Östlich

Die Provinzen SambiasZoom
Die Provinzen Sambias

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Fragen und Antworten

F: Wo befindet sich Sambia?


A: Sambia liegt im südlichen Afrika.

F: Welche Länder haben gemeinsame Grenzen mit Sambia?


A: Sambia hat gemeinsame Grenzen mit der Demokratischen Republik Kongo, Tansania, Malawi, Mosambik, Simbabwe, Botswana, Namibia und Angola.

F: Wie wurde Sambia vor seinem heutigen Namen genannt?


A: Vor seinem heutigen Namen hieß Sambia Nordrhodesien.

F: Welches ist das Naturwunder, das Sambia zu bieten hat?


A: In Sambia befindet sich eines der sieben Naturwunder der Welt, die mächtigen Victoriafälle.

F: Wie viele Sprachen werden in Sambia gesprochen?


A: Es gibt mindestens 72 gesprochene Sprachen in Sambia.

F: Was ist die Hauptstadt von Sambia?


A: Die Hauptstadt von Sambia ist Lusaka, die auch die größte Stadt des Landes ist.

F: Wer ist der derzeitige Präsident von Sambia?


A: Der derzeitige Präsident von Sambia ist Edgar Lungu.


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