Alexander Arutiunian (geboren am 23. September 1920 in Eriwan; gestorben am 28. März 2012) war ein armenischer Komponist und Pianist, der international vor allem durch sein Trompetenkonzert Bekanntheit erlangte. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Staatspreis der UdSSR (1949) und den Staatspreis Armeniens (1970). Außerdem wurde er mit den Ehrentiteln "Volkskünstler der armenischen SSR" (1964) und "Volkskünstler der UdSSR" (1970), den armenischen Medaillen "St. Mesrop Maschtot" und "Khorenatsi", der Goldmedaille "Alexandrow" (1976) sowie dem Orden "St. Sahak und St. Mesrop" des Heiligen Etchmiadzin (2004) geehrt.
Leben
Arutiunian absolvierte das Musikkonservatorium von Eriwan und setzte seine Ausbildung am Moskauer Konservatorium fort, wo er Komposition bei Genrikh Litinsky studierte. Nach seinem Studium kehrte er nach Eriwan zurück, wo er am dortigen Konservatorium lehrte und später als künstlerischer Leiter des Armenischen Philharmonischen Orchesters tätig war. Seine Karriere erstreckte sich über viele Jahrzehnte; er war sowohl als Komponist als auch als Pädagoge prägend für die musikalische Landschaft Armeniens.
Werk und Stil
Arutiunians Schaffen umfasst ein breites Spektrum: Orchesterwerke, Kammermusik, Konzerte, Lieder und Bühnenmusik. Viele seiner Werke sind von den Folkloretraditionen der armenischen Musik geprägt — sie zeichnen sich durch melodische Wärme, modale Skalen, lebhafte Rhythmen und eine kräftige, farbige Orchestrierung aus. Diese Mischung aus volkstümlichen Elementen und moderner klassischer Technik macht seine Musik sowohl zugänglich als auch ausdrucksstark.
Bekannte Werke und internationale Rezeption
Besonders bekannt sind seine Kompositionen für Blechbläser. Einige herausragende Beispiele sind:
- Konzert für Trompete (1950) – sein wohl bekanntestes Werk, das zum Standardrepertoire vieler Trompeter weltweit gehört und häufig in Wettbewerben und Konzerten gespielt wird.
- Konzert für Tuba – ein weiteres Werk, das zur Erweiterung des Solorepertoires für tiefe Blechblasinstrumente beigetragen hat.
- Blechbläserquintett Armenische Szenen – nutzt folkloristische Motive in kammermusikalischer Besetzung.
- Symphonie (1957) – ein größeres Orchesterwerk, das ebenfalls internationale Beachtung fand; Dirigenten wie Valery Gergiev führten und nahmen Werke Arutiunians auf.
- Violinkonzert "Armenien-88" (1988) – ein späteres Orchesterwerk, das persönliche und national geprägte Züge vereint.
Diese und andere Kompositionen haben Arutiunian sowohl im In- als auch im Ausland Anerkennung verschafft. Seine Trompetenkonzert wurde von zahlreichen namhaften Interpreten aufgenommen und trägt bis heute zur Popularität seines Schaffens bei.
Wirkung und Vermächtnis
Arutiunians Musik hat nicht nur die armenische Musikkultur bereichert, sondern auch das internationale Repertoire, insbesondere für Blechbläser, erweitert. Seine Werke verbinden technisch anspruchsvolle Passagen mit einprägsamen Melodien, wodurch sie bei Musikern und Publikum gleichermaßen beliebt sind. Als Lehrer und Leiter beeinflusste er mehrere Generationen von Musikerinnen und Musikern in Armenien. Sein musikalisches Erbe wird weiterhin durch Aufführungen, Aufnahmen und die Nutzung seiner Werke im Ausbildungsbetrieb lebendig gehalten.
Auszeichnungen (Auswahl)
Zu den wichtigsten Ehrungen in Arutiunians Laufbahn gehören der Staatspreis der UdSSR (1949), der Staatspreis Armeniens (1970), die Ehrentitel "Volkskünstler der armenischen SSR" (1964) und "Volkskünstler der UdSSR" (1970) sowie mehrere hohe staatliche und kirchliche Auszeichnungen in Armenien.

